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02.05.2008

Devonshire Cream Tea

Der "Cream Tea" kommt wie der Name verrät aus Devonshire, oder Devon, wie man kürzer und moderner sagt. Und dieser "Cream Tea" ist nicht, wie man vom Namen her schließen könnte, ein Tee, sondern eine Mahlzeit. Dazu wird traditionell natürlich Tee getrunken, ein kräftiger Schwazteemit einem SchluckMilch.

Diese Mahlzeit ist weithin bekannt in England, aber auch in Australien und Neuseeland und sicher auch im Rest des Commonwealth und in den USA, aber dafür fehlen mir im Moment die Augenzeugen.

Also zurück zu den Fakten: Der "Cream Tea" besteht aus "scones" (süßen Brötchen) und diese werden in zwei Hälften geteilt und dann mit "clotted cream" und Erdbeer-Konfitüre gegessen. Jetzt muss ich natürlich ein paar Sachen erklären. Zuerst einmal ganz wichtig, die Aussprache von "scones": skonn würde ich es mal schreiben, ähnlich gesprochen wie der Name John. Skoun ist die weniger gängige Aussprache und wird meist belächelt.

Die "scones" sollten frisch sein und am besten sind sie, wenn sie warm serviert werden. Mmmh. Dann kommt die "clotted cream" zum Zuge. Das ist eine eingedickte Form von süßer Sahne, die sehr angenehm sahnig und fast butterig schmeckt. Auch die Konsistenz ist wie zwischen Sahne und Butter. Das wird nun also auf dem Brötchen verteilt und wird dann mit Konfitüre bestrichen. Die Meinungen scheiden sich, ob man eventuell die Konfitüre zuerstund dann obenauf die Sahne verteilt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Zubereitung mit Sahne zuerst praktischer ist.

Wie auch immer, dazu trinkt man traditionell seinen Schwarztee mit Milch, aber für Nicht-Teetrinker ist natürlich auch ein Kaffee akzeptabel. Das Ganze schmeckt unbeschreiblich gut und ich habe fast ein schlechtes Gewissen, dass ihr das auch nicht so einfach nachmachen könnt. Das Rezept für "scones" hab ich für euch übersetzt, findet ihr rechts. Aber mit der clotted cream wirds schon schwieriger, da braucht ihr einen exzellenten englischen Shop oder wahlweise eine Reise nach England.

P.S.: Ist zwar nicht ganz traditionell, aber wer gar nicht warten kann, kann es ja mal mit creme double oder geschlagener Sahne probieren. Und wer keine Erdbeer-Konfitüre hat, ersetzt sie einfach durch andere Sorten (schwarze Johannisbeer im Bild!) oder vielleicht Honig? Was solls!