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© dpa
30.10.2015

Die PZ-Samstagausgabe beschäftigt sich mit dem Tod

Der November ist der Monat des Gedenkens an die Verstorbenen – deshalb finden Sie in der Samstagsausgabe der „Pforzheimer Zeitung“ viele Artikel, die sich mit dem Tod befassen – und damit, wie wir lernen, mit ihm umzugehen.

Es gibt da diesen alten Leitspruch: Gestorben wird immer. Was so zynisch klingt, soll einerseits die Krisenfestigkeit des Bestattungsgewerbes beschreiben – und es ist andererseits schlicht wahr. Das belegen schon die nackten Zahlen: Im Jahr 2014 sind in Deutschland 868 356 Menschen gestorben. Im selben Zeitraum wurden nur 714 927 Kinder geboren worden. Diese Entwicklung hält bereits seit Jahrzehnten an, die Zeiten sind lange vorbei, in denen die Geburtenzahlen jene der Sterbefälle weit überschritten haben. 1960 etwa gab es bei mehr als 1,26 Millionen Geburten rund 876 000 Todesfälle.

Und so befasst sich die Politik zunehmend ratlos mit der Frage, wie die Deutschen dazu zu bewegen sind, mehr Kinder zu bekommen. Ohne Zuwanderung wäre die Bevölkerung längst deutlich geschrumpft und noch mehr gealtert als ohnehin schon – mit verheerenden Folgen für die Sozialsysteme, insbesondere die Rentenkasse.

Doch die Politik diskutiert nicht nur übers Leben, sondern auch über den Tod. Am kommenden Freitag (6. November) treffen sich die Abgeordneten zur Schlussdebatte über die Sterbehilfe. Ist es erlaubt, anderen den Weg in den Tod zu ebnen? Dazu gibt es verschiedene Vorschläge, jenseits aller Fraktionsgrenzen. Bereits am Donnerstag steht die dritte Lesung des Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung an. Nicht nur in der PZ, sondern auch im Bundestag ist der November also der Monat für die ganz großen Themen – das Leben und den Tod.

Ein Auszug, mit welchen Themen sich die PZ vom Samstag u.a. beschäftigt:

► „Das Leben geht weiter – nur anders" – PZ-Interview mit Sterbeforscher Bernard Jakoby

► PZ-Interview mit Erzbischof Stephan Burger über das Leben nach dem Tod und andere letzte Fragen

► Begräbniskultur als Wirtschaftsfaktor

► Wie die Fußballer des FC Alemannia Wilferdingen den Tod von Mittelfeldspieler Christian Zimmermann wegen Herzversagens verkrafteten

► Wege für die letzte Reise: Was für ein Mensch der Verstorbene war, zeigt sich auch bei dessen Bestattung. Diese kann je nach Religionszugehörigkeit ganz unterschiedlich verlaufen.

► Ein Pfarrer, ein Rabbiner, ein Muslim und ein Trauerredner erzählen.

► Der Tod ist ihr Alltag: Bestatter berichten, worauf es in ihrem Job ankommt