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Die Wilferdinger Höhe entwickelt sich ständig weiter.
Die Wilferdinger Höhe entwickelt sich ständig weiter. © PZ-Archiv
03.05.2011

Die bewegte Geschichte eines Gewerbegebiets

Wenn beim verkaufsoffenen Sonntag auf der Wilferdinger Höhe Denns Bio Markt und die Firma Würth Neueröffnung feiern, ist dies sicherlich noch nicht der Schlusspunkt in der Entwicklung des Einkaufs- und Gewerbegebiets. Die Geburtsstunde der Wilferdinger Höhe, die sich kontinuierlich vergrößerte, lässt sich nicht auf einen Tag festlegen. Bereits 1968 stimmte der Pforzheimer Stadtrat einem Teil des Bebauungsplans „Wilferdinger Höhe“ zu. Im Laufe der Jahre wurden die Pläne immer wieder verändert und ergänzt.

Peter Fischer, Mitglied der Interessengemeinschaft Wilferdinger Höhe und Inhaber von Ofen-Fischer, erinnert sich, wie er als 16Jähriger vor 30 Jahren mit seinen Eltern auf die Wilferdinger Höhe zog. „Damals gab es dort noch grüne Wiesen, eine Gärtnerei mit Gewächshäusern und die Karlsruher Straße war statt wie heute nicht vier-, sondern nur zweispurig ausgebaut“, erklärt Fischer. Er erinnert sich, dass die Straßenführung damals ganz anders geplant war und auch an die damaligen Stadionpläne kann er sich noch erinnern.

Die stetige Entwicklung der Wilferdinger Höhe ist beachtlich. Zählte diese in den 1980er Jahren noch 52 Betriebe mit 1851 Beschäftigten, so arbeiteten 1990 dort etwa 3000 Menschen. Anfang 1997 waren es bereits 5000 in etwa 200 Firmen. Das Industrie- und Gewerbegebiet schafft damit nicht nur vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen.

Heute sind auf der Wilferdinger Höhe Großmärkte, Handelsunternehmen, aber auch Einzelhändler angesiedelt, denen es in der Pforzheimer Innenstadt oder an ihren früheren Standorten flächenmäßig zu eng wurde sowie viele Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen und Technologie. Darunter sind weltweit erfolgreiche Industrieunternehmen aus der Medizintechnik, aber auch Firmen für Stanztechnik und Werkzeugbau, Präzisions- und Elektronikteile. Neben vielen mittelständischen Handwerksbetrieben findet man auch namhafte Kliniken, Banken und Hotels zusätzlich zu den dortigen Unternehmen der Schmuck- und Uhrenindustrie „auf der Wihö“.

Doch längst schreibt die Wihö mit ihrem Branchenmix, ausreichend Parkplätzen und der guten Verkehrsanbindung über die A 8 und die B 10 auch über die Stadtgrenzen und die Region hinaus ihre Erfolgsgeschichte weiter. fux