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Ein demoliertes Auto wird in Essen (Nordrhein-Westfalen) aus der Ruhr gezogen. Der Wagen war zuvor in eine Gruppe von Radfahrern gerast und hatte danach das Brückengeländer durchbrochen.
Ein demoliertes Auto wird in Essen (Nordrhein-Westfalen) aus der Ruhr gezogen. Der Wagen war zuvor in eine Gruppe von Radfahrern gerast und hatte danach das Brückengeländer durchbrochen. © dpa
17.05.2016

Dramatische Rettungsaktion: Auto durchbricht Brückengeländer

Essen (dpa) - Bei einer dramatischen Rettungsaktion haben Polizisten in Essen einen Autofahrer aus dem Wrack seines in die Ruhr gestürzten Wagens gezogen. Bei dem Unfall und der Rettung am Pfingstmontag wurden insgesamt zehn Menschen verletzt, darunter auch sechs Polizisten. Der Fahrer des Wagens schwebte in Lebensgefahr.

«Er hat sein Leben dem beherzten Einsatz der Kollegen zu verdanken», sagte Polizeisprecher Ulrich Faßbender der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann hatte unmittelbar vor einer Brücke aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Auto verloren. Er touchierte ein Fahrzeug, prallte gegen eine Gruppe von wartenden Radfahrern auf einer Fußgängerinsel und demolierte einen Ampelmast, bevor sein Auto ein Brückengeländer durchbrach und in die Ruhr stürzte. Einer der beiden Radfahrer wurde schwer, der andere leicht verletzt.

Insgesamt 19 Polizisten, die wegen eines Open-Air-Festivals im Stadtteil Werden waren, und ein Passant sprangen in den Fluss, um den Mann aus dem Wrack zu retten. «Nur durch Tasten und Fühlen ist es ihnen gelungen, den Mann aus dem Auto in zwei Meter Tiefe und im trüben Wasser zu ziehen», sagte Faßbender. Beim Tauchen wechselten sich die Männer ab. Sechs Beamte wurden dabei verletzt, zwei durch Schnitte und vier durch Unterkühlung. Nähere Angaben zum Autofahrer machte die Polizei zunächst nicht.