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© Symbolbild: dpa
03.01.2017

E-Mail vom Finanzamt: Löschen, nichts laden und auf Briefpost warten

Gleich vorweg für alle generellen Zweifler und übervorsichtigen Zauderer: Was auch immer das Finanzamt von einem will – und das kann manchmal eine ganze Menge sein – die Wünsche der Steuerexperten werden nicht digital per E-Mail verschickt, sondern ausschließlich ganz old fashioned per Post. Warum das hier erwähnenswert ist? Weil immer noch Menschen auf E-Mails reagieren, die angeblich vom Finanzamt kommen und auf Fehlbuchungen, Rücküberweisungen, Steuerforderungen oder neue Identifikationsnummern verweisen und dabei nur Betrügern in die Hände spielen.

Es ist heutzutage zwar einfach, die Steuererklärung digital zu machen, etwa mit Lexware Taxman, doch die eigentliche Kommunikation in allen wichtigen Dingen geht vom Finanzamt exklusiv auf dem klassischen, alten Postweg. Daher gilt grundsätzlich: Wer eine E-Mail vom Finanzamt bekommt und zu einer Zahlung aufgefordert wird oder persönliche Angaben etwa zum Konto oder zur ID-Nummer machen soll, kann diese E-Mail getrost löschen. Ganz wichtig: Anhänge nicht öffnen oder herunterladen. So werden sie nicht zum Phishing-Opfer.

So sehen nun im Einzelnen die Finanzamttricks der Betrüger aus:

Neue Identifikationsnummer

Sie sollen eine Gebühr zahlen, weil Sie eine neue persönliche Identifikationsnummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erhalten. Quatsch. Alle ID-Nummern werden kostenlos vergeben. Unser Tipp: E-Mail sofort löschen.

Vorgegaukelte Steuererstattung

Eine angebliche E-Mail vom Finanzamt verspricht eine Steuererstattung. Das liest man natürlich gern, doch wer dem Link zur Dateneingabe folgt, seine Kontonummer angibt und zum Beispiel die Zahlung einer Bearbeitungsgebühr einleitet, hat schon Betrügern neben einem kleinen Geldbetrag alles Wichtige mitgegeben, um im größeren Stil unerlaubt an Geld zu kommen.

Vorgetäuschte Rückzahlungsdrohung

Die falsche E-Mail-Post vom falschen Finanzamt verspricht nicht nur neue ID-Nummern oder Steuererstattungen, hier kann der Ton auch ganz schön scharf werden. Da wird nicht bloß zu einer Rückzahlung aufgefordert, da folgt gleich die unverschämte Drohung einer Konto-Sperrung, wenn der E-Mail-Empfänger nicht sofort reagiert. Und gleich die Drohung dabei: Wer die Rückzahlung nicht leistet, dessen Konto wird gesperrt. Wer jetzt das E-Mail und alle Anhänge löscht, macht alles richtig, denn ohne schriftlichen Bescheid per Post sind alle solche Meldungen nur ein fieser Trick. Wer sich, eingeschüchtert von der Drohung, doch beim Online-Banking einloggt, findet das scheinbar unrechtmäßige Guthaben. Wer dann das nach Angaben der Betrüger versehentlich überwiesene Geld vom Finanzamt zurücküberweist, verliert sein Geld.

Fehlende Steuererklärung

Vorsicht ist auch geboten, wenn die angebliche Finanzamt-E-Mail darauf hinweist, dass die Steuererklärung fehlt. Es drohe eine Anzeige und ein juristisches Verfahren. Was tun? Die E-Mail schlägt einen schnellen Lösungsweg vor. Den Link anklicken und die angebliche Vorlage zur Steuererklärung laden. Achtung! Das wäre es dann gewesen. Ganz egal, was da heruntergeladen wird, mit dabei ist sicherlich eine versteckte Gefahr, die den Rechner befällt, ausspioniert und für Betrügereien öffnet.

Was tun, wenn Sie schon einen Klick zu viel gemacht haben?

Wer den Verdacht hat, bereits betrügerischen E-Mails auf den Leim gegangen und ein Phishing-Opfer geworden zu sein scheint, wendet sich ab besten sofort beim PC-SPEZIALIST in Pforzheim Mit einer Systemprüfung kann mögliche Schadsoftware gefunden und Datenmissbrauch durch Betrüger vorbeugt werden.


PC Spezialist Pforzheim

Berlinerstraße 2
75172 Pforzheim

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