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02.05.2008

Egal! - Oder doch nicht?

Das Abi ist vorbei, jetzt ist Entspannung angesagt und keiner darf etwas von den Schülern fordern. Sollte man meinen. Die Lehrer sehen das leider anders und so greifen sie teilweise zu außergewöhnlichen Methoden, um die baldigen Schulabgänger bei Laune zu halten.

Eigentlich ist alles, was wir jetzt machen, sinnlos. Fast. Manche Sachen könnten in der mündlichen Prüfung dran kommen, aber das ist nur ein Fach. Dafür werden jetzt schon fleißig die Themen abgesprochen. Die meisten Dinge werden auch nicht mehr abgerechnet, weshalb man die Klausuren nicht unbedingt mit 15 Punkten bestehen muss...:)

Was also tun, damit die Schüler nach wie vor in das Fach kommen und sich dort ein wenig beteiligen? Da hilft nur ein: Es lebe die Gruppenarbeit!

Diese Idee hatten wohl mehrere Lehrer gleichzeitig, denn in fast jeder Stunde bekommen wir diese Methode präsentiert: In Geschichte ein Plakat über die letzten 20 Jahre mit eingebautem Schwerpunkt sowie Referat und Essay, in Franz einen Film genauestens untersuchen und dann eine Präsentation über einen Aspekt erstellen...

In Englisch ist nach dem Abi traditionell eine Einheit über Shakespeare an der Reihe und da stecken wir mittendrin. Seine Reime und Techniken untersuchen, an den alten Vokabeln verzweifeln und über den komischen Inhalt schmunzeln. Höhepunkt ist dann die eigene Inszenierung eines „original plays“, das gefilmt wird und eigentlich niemand sehen will. :)

Gleichzeitig hat man plötzlich aber auch Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens: So spontan mal in Reli ein Eis essen gehen oder im Unterricht frühstücken. Und auch die Lehrer sind nicht immer bei der Sache und mutieren viel lieber zum Berufsberater für noch unentschlossene Schüler. Sie plaudern aus dem Nähkästchen, „wie schön doch das Studium war“ und was wir auf keinen Fall verpassen sollten. Aber auch, wo die Mieten für WGs am günstigsten sind oder welche Uni besonders beliebt ist. Diese Ausschweifungen unterbrechen die Schüler natürlich keineswegs...:)