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Der Nordschwarzwald ist nicht nur attraktiver Standort für weltweit erfolgreiche Unternehmen, er bietet den Menschen auch Wohn- und Lebensqualität, wie beispielsweise in der Altensteiger Altstadt.
Der Nordschwarzwald ist nicht nur attraktiver Standort für weltweit erfolgreiche Unternehmen, er bietet den Menschen auch Wohn- und Lebensqualität, wie beispielsweise in der Altensteiger Altstadt. © Karl Lang
14.12.2011

Eine der wirtschaftsstärksten Metropolregionen in Europa

Der Nordschwarzwald – ein vielfältig strukturiertes Gebiet zwischen Sternenfels und Alpirsbach – zeichnet sich durch zahlreiche attraktive Branchen-Schwerpunkte aus.

Mittelständler und Marktführer, Tüftler und Technologietreiber, Hochschulen und Hightechfirmen, Ökologie und Ökonomie, Landschaft und Lebensqualität. Die Region Nordschwarzwald bietet eine Vielfalt, wie sie anderswo kaum zu finden ist – als Wohn- und Lebensraum genauso wie als Standort für Bildung und Unternehmertum. Sie gilt als eine der wirtschaftsstärksten Metropolregionen in Europa. Diesen Standort beschreibt die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) so: im Herzen von Baden-Württemberg, verkehrsgünstig gelegen an den Achsen Stuttgart – Pforzheim – Karlsruhe sowie Stuttgart – Bodensee – Zürich. Frankreich, Schweiz und Österreich sind gut zu erreichen. Die Region ist optimal an das Fernstraßennetz angebunden. Die internationalen Flughäfen Stuttgart, München, Frankfurt und Straßburg sind in weniger als einer bis maximal zwei Autostunden erreichbar. Den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden/Karlsruhe (FKB) auf dem Baden-Airpark in Rheinmünster kann man beispielsweise von Pforzheim aus bei gut fließendem Verkehr bereits in wenig mehr als einer halben Stunde erreichen. Das hervorragend ausgebaute Schienennetz verbindet die Kommunen innerhalb der Region und es bietet Anschluss an den überregionalen Schienenfernverkehr. Unterdessen gilt es zu unterscheiden: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald definiert die Region – grob umrissen – als den Raum zwischen Sternenfels und Alpirsbach. Die Tourismusbranche hingegen spricht vom nördlichen Schwarzwald und zieht die Grenze deutlich weiter, bis nach Baden-Baden. Für den wirtschaftlichen Bereich gilt die IHK-Grenzziehung, also der Landkreis Freudenstadt im Süden der Region, der Landkreis Calw in der Mitte sowie der Enzkreis und die kreisfreie Stadt Pforzheim im Norden. Pforzheim ist zudem das Oberzentrum des Nordschwarzwaldes. Diese vier Kreise mit ihren 70 Kommunen verfügen der WFG zufolge über sechs Anschlüsse an die Autobahn A 8 (Karlsruhe – Stuttgart) sowie drei Anschlüsse an die A 81 (Heilbronn – Bodensee). Ob Süd, Mitte oder Nord – jeder Teil dieser Region hat seine eigenen landschaftlichen und kulturellen Reize, seine Bildungsschwerpunkte und seine wirtschaftlichen Präferenzen. Nachfolgend einige Beispiele.

Kunststofftechnik: Diese Branche gilt mit rund 50.000 Beschäftigten als bedeutender Wirtschaftszweig in Baden-Württemberg. In der Region Nordschwarzwald sind mehr als 500 Unternehmen und Handwerksbetriebe der Kunststofftechnologie tätig.

Medizin- und Dentaltechnik: Sie entstand – ebenso wie die Spezialisierung in der Präzisionstechnik – aus den Traditionsbereichen Schmuck- und Feinwerkindustrie heraus. Die Kompetenzen reichen von Endoskopie, Implantologie und Zahntechnik bis hin zur Herstellung von medizinischen Geräten.

Oberflächentechnik: Sie ist für eine präzise, hochwertige Veredelung und Beschichtung von Werkstoffen für die Metall verarbeitende Industrie unverzichtbar. Die hochspezialisierten Unternehmen der Oberflächentechnik im Nordschwarzwald bieten höchste Technikvielfalt.

Sondermaschinenbau: Durch den Anteil der Waldfläche von 56 Prozent – das sind 131.000 Hektar – hat sich eine hohe Konzentration von Unternehmen im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft gebildet. Der Sondermaschinenbau ist in der Region sehr ausgeprägt und hat neben einer Vielzahl kleiner und hoch spezialisierter Unternehmen auch Weltmarktführer hervorgebracht.

Stanz- und Präzisionstechnik: Die Wertschöpfungskette im Bereich Metallverarbeitung ist nahezu vollständig vertreten. Vor- und nachgelagerte Zulieferbereiche mit Segmenten wie beispielsweise Werkzeugbau, Stanztechnik oder Fertigungstechnik-Peripherien zeugen von einer umfassenden Branchenkompetenz.