nach oben
Erpresser drohen dem österreichischen Brausehersteller Red Bull die Getränkedosen zu verunreinigen.
Erpresser drohen dem österreichischen Brausehersteller Red Bull die Getränkedosen zu verunreinigen. © dpa
15.03.2013

Erpresser drohen Red Bull mit Fäkalkeimen an Getränkedosen

Wien. Unbekannte Erpresser haben dem österreichischen Brausehersteller Red Bull mit der Verschmutzung von Getränkedosen gedroht. Zahle das Unternehmen nicht, würden Fäkalkeime auf die Dosen im Supermarkt aufgebracht. Passiert sei bisher aber nichts, erklärten die Staatsanwaltschaft Salzburg und der Konzern am Freitag.

Der Getränkeproduzent aus Fuschl am See hatte den Fall am Donnerstag selbst öffentlich gemacht: «Um Spekulationen vorzubeugen haben wir uns entschlossen, den Schritt an die Öffentlichkeit selbst zu machen um das größte Druckmittel, nämlich das der medialen Bekanntmachung, gegenstandslos und zunichte zu machen.»

Die Erpresser versuchen wohl schon seit Wochen, Geld von dem Getränkeriesen zu bekommen. Sie drohten den Angaben zufolge, die Dosen mit Kloakenwasser abzuwischen, damit Konsumenten erkranken. Seit Anfang März ermittle die Salzburger Staatsanwaltschaft in dem Fall, sagte Behördensprecher Marcus Neher.

Konkret habe es bisher nur eine Drohung gegen eine Supermarkt-Filiale in Wien gegeben. «Da konnten wir nichts feststellen», sagte Neher. Zum Stand der Ermittlungen wollte er sich am Freitag aus taktischen Gründen nicht äußern.

Lebensmittelkonzerne werden immer wieder Ziel von Erpressern, die mit der Verunreinigung von Waren drohen. Nicht immer gelangen die Fälle an die Öffentlichkeit.