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© Symbolbild dpa
20.06.2017

Erst Verhör, dann Heiratsantrag

Jahodyn (dpa) - Ehe oder Einzelhaft? Ein frischgebackener Leutnant des ukrainischen Grenzschutzes hat seiner Freundin einen ungewöhnlichen Heiratsantrag gemacht.

Auf dem Rückweg aus Polen ließ der Grenzer Juri Petruk die Studentin Oxana Titschkowskaja von Kollegen mit einem vermeintlichen Drogenfund erschrecken, wie örtliche Medien am Montag berichteten. Als sie der Frau im Verhör drei bis fünf Jahre Haft androhten, fuhr ihr demnach ein Schreck durch die Glieder.

Das war der Moment, als Leutnant Juri als Retter in der Not die Bühne betrat - in Ausgehuniform und mit 101 roten Rosen im Arm. «Wir sind schon sechs Jahre zusammen und in dieser Zeit habe ich begriffen, dass mein Leben ohne dich sinnlos wäre», sagte Juri. Mit einem Verlobungsring bat er sie auf Knien um ihre Hand. Seine Freundin Oxana, vor Schreck noch zitternd, sagte ja. «Ich wollte etwas Extremes machen», begründete Juri den ungewöhnlichen Weg. Oxana sollte aus sich herausgehen. In den gefundenen Päckchen befanden sich nur Puderzucker und legale Tabletten aus dem Erste-Hilfe-Kasten.

Petruk tritt nun seine erste Stelle beim ostukrainischen Charkiw an der russischen Grenze an. Seine zukünftige Frau hat noch ein Jahr Wirtschaftsstudium im polnischen Wrocław vor sich.