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Ein Fall für den Fachmediziner: Hörprobleme können verschiedene Ursachen haben.
Ein Fall für den Fachmediziner: Hörprobleme können verschiedene Ursachen haben. © dpa-Archiv
02.07.2014

Erst zum Arzt

Wer schlecht hört, sollte beim Ohrenarzt die Ursache abklären lassen. Wenn keine behandelbare Erkrankung dahinter steckt, hilft nur noch ein Hörgerät. Laut einer Umfrage wissen nur wenige , dass die Krankenkassen jetzt mehr dafür zahlen.

Allerdings: Ein Hörgerät bekommen Kassenpatienten beim ersten Mal nur auf Rezept, nachdem ein Ohrenarzt sie untersucht hat. Nur so sei ausgeschlossen, dass das schlechte Hören auf einer Erkrankung wie einer Mittelohrentzündung beruht, heißt es beim Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI). Mit der Verschreibung für ein Hörsystem geht der Patient dann zum Hörgeräteakustiker. Dieser muss ihm mindestens ein zuzahlungsfreies Gerät anbieten, „das so gut ist, dass es die Hörminderung so gut es geht ausgleicht“.

Die meisten Krankenkassen zahlen für ein Hörsystem derzeit einen Festbetrag von rund 650 Euro für ihre Versicherten. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hatte Ende 2013 den Festbetrag von 421 auf höchstens 785 Euro pro Ohr angehoben. Jeder Patient muss in der Regel außerdem einen Eigenanteil von etwa zehn Euro je Gerät beisteuern. Grundsätzlich erfüllen alle Modelle, die der Akustiker zuzahlungsfrei anbietet, bestimmte technische Mindestanforderungen, die der GKV-Spitzenverband vorgegeben hat.