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Mehr als ein halbes Jahr nach dem spektakulären Tunnel-Bankraub vom Januar 2013 in Berlin setzen die Ermittler des LKA Berlin nun auf das Fernsehen, wo am 07.08.2013 diese Phantomzeichnungen in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» gezeigt wurden. © dpa
08.08.2013

Erste Hinweise nach "Aktenzeichen XY" zu Berliner Tunnel-Raub

Berlin (dpa) - Mehr als ein halbes Jahr nach dem spektakulären Tunnel-Raub in Berlin hat die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» die bislang ungeklärte Tat rekonstruiert. Während der Ausstrahlung am Mittwochabend gingen erste Hinweise ein – zum Beispiel zu der auffällig großen Bohrmaschine, mit der die unbekannten Täter über Monate den 45 Meter langen Tunnel bis in den Tresorraum einer Bank gegraben hatten.

Bildergalerie: Einbruch über einen 30 Meter langen Tunnel

In der Sendung wurde unter anderem das Phantombild eines Mannes gezeigt, der in einer polnischen Tischlerei Holzwinkel gekauft haben soll. Damit hatten die Täter den Tunnel abgestützt. Außerdem präsentierten zwei Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamtes Fotos von zwei gestohlenen Schmuckstücken aus Schließfächern der Bank. Eine Sprecherin der Sendung sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass diese Bilder erstmals öffentlich zu sehen gewesen seien. In einem 30-minütigen Film wurde die Tat nachgestellt.

Die Täter hatten von einer Tiefgarage aus den Tunnel in den Tresorraum der Volksbank-Filiale im Berliner Stadtteil Steglitz gegraben. Dort brachen sie in der Nacht zum 14. Januar 309 Schließfächer auf. Viele Wertsachen wie Schmuck oder Geldbündel ließen die Einbrecher aus unbekannten Gründen im Tresorraum und im Tunnel verstreut zurück.

Michael Baral, Schauspieler aus Pinache, hatte in der gestrigen Sendung eine Rolle im Tunnelraub-Fall. Baral ist in dem mit 30 Minuten außergewöhnlich langen „XY“-Film der Anführer von sechs Komplizen.