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Zum ersten Mal findet in diesem Jahr das Dschungelcamp ohne Dirk Bach statt. Trotzdem ist er allgegenwärtig.
12.01.2013

Erstes "Dschungelcamp" ohne Dirk Bach - und doch ist er da

Coolangatta (dpa) - Mit sehr vielen feinen Anspielungen auf den gestorbenen Moderator Dirk Bach ist das RTL-«Dschungelcamp» in eine neue Runde gegangen. «Sechs Mal war ich die große Schlanke, die hinter dem kleinen Dicken stand», sagte Moderatorin Sonja Zietlow am Freitagabend in der Livesendung «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!».

Bildergalerie: Die neuen Dschungelcamp-Kandidaten kurz vor dem Abflug

Jetzt habe man ihr einen «Brillenheini» zur Seite gestellt. Erstmals könne man nebeneinander über die Hängebrücke in Richtung Camp gehen, sagte Zietlow zögernd zu Bachs Nachfolger DanielHartwich.

Bildergalerie: Start des Dschungelcamps 2013: Die Kandidaten

Fiona Erdmann ist raus.

Die Moderatorin vertrieb Hartwich von einer Sitzbank. «Das ist mein Platz. (...) Da Du so traurig guckst, darfst Du Dich derweil auf Dirks Platz setzen.» Statt den neuen Moderator an ihrer Seite vorzustellen, stellte Zietlow sich selbst vor. «Mein Name ist Sonja Zietlow, manche kennen mich noch aus "Bim Bam Bino".» Im Kinderprogramm des damaligen Kabelkanals hatte sie in den 90ern moderiert. Das neue Duo fremdelte zunächst noch ein wenig beim gemeinsamen Lästern über «Dschungelcamp»-Insassen. Bach war im Oktober überraschend gestorben. Hartwich führte sich ohne große Eigen-Vorstellung mit dem von Bach gewohnten Spott beim Publikum ein: «Mehr Brand als Australien hat nur Helmut Berger.»

Recht gute Stimmung herrschte zunächst noch unter den elf Stars und Sternchen, die von RTL in den australischen Dschungel geschickt wurden. Sehr offen äußerte sich schon vor dem Einzug ins Camp der «Hot Banditoz»-Sänger Silva Gonzalez: «Ich bringe alle Voraussetzungen mit: Frau weggelaufen, pleite, keine Kohle.» Später war er nicht ganz so gelassen und geriet mit «Bachelor»-Kandidatin Georgina in die Haare.

Der Schauspieler Helmut Berger («Ludwig II.»), der im Flugzeug nach Australen noch gepöbelt haben soll, fiel im Camp zunächst weniger mit Eskapaden als mit lautem Schnarchen auf. Bei den Bosheiten hielt er sich zunächst zurück. «Jetzt werdet Ihr zu gewöhnlich», mahnte er sogar einmal. Jedoch pinkelte er verbotenerweise in den Dschungel. Dabei hat Berger sogar eine eigene Klobrille mitgebracht. Dragqueen Olivia Jones begab sich derweil sofort in die Rolle der «Camp-Mutter».

Model Fiona Erdmann und Sänger Joey Heindle mussten ihre erste Mutprobe stehen und feierten eine Ekel-Hochzeit. Erst als die zwei einen Kuchen mit Mehlwürmern, Kakerlaken und Grillen essen sollten, wurde es ihnen nach ein paar Bissen zu viel. «Ich habe einfach nicht mehr die Kraft für so einen Mist!», klagte Fiona. Statt eines echten Kusses gaben sich die zwei dann lieber einen «High Five»-Handschlag.

Die Kandidaten von «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» stellen sich in Australien 16 Tage lang ekelerregenden Prüfungen sowie den nicht immer freundlichen Kommentaren des Moderatorenduos. Wer sich am längsten hält, darf sich «Dschungelkönig» nennen.