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Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger des PZ-Medienhauses
Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger des PZ-Medienhauses © Seibel
22.03.2016

Europa muss Werte vermitteln und vorleben, um in Zukunft in Frieden leben zu können

Bei mutmaßlichen Terroranschlägen am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel sind mehrere Menschen getötet und etliche verletzt worden. Unter anderem soll ein Selbstmordattentäter für einen Anschlag verantwortlich sein. Thomas Satinsky, Geschäftsführener Verleger des PZ-Medienhauses, kommentiert die menschliche Katastrophe.

Was in Brüssel geschieht, ist Krieg gegen Europa. Nicht nur Belgien, ganz Europa wurde ins Mark getroffen durch die widerwärtigen Anschläge. Es sind fehlgeleitete wirre Existenzen, die sich aufmachen, mit terroristischen Gewaltakten unsere Werte, unsere Freiheit und die Demokratie zu bedrohen. Eine Ausnahmesituation, in der Europa zusammenstehen muss, in der Solidarität, Mitgefühl und Trauer gefragt sind. Und ein kühler Kopf.

Denn natürlich werden nun die Rufe derer laut werden, die ein sich abriegelndes Europa fordern. Doch ob geschlossene Grenzen wirklich das Leben europäischer Bürger sichern, darf bezweifelt werden. Wer Terror säen will, lässt sich durch Grenzzäune kaum aufhalten. Kurzfristig geht es dennoch darum, möglichst genau zu registrieren, welche Flüchtlinge zu uns kommen.

Und langfristig muss das Ziel ein europäisches Einwanderungsgesetz sein. Ein Gesetz, das jedem, der nach Europa möchte, klar macht, dass Integration Pflicht ist, nicht ein Leben in irgendwie gearteten Parallelgesellschaften, in denen beispielsweise die Gleichstellung von Mann und Frau nicht Normalität ist. Nur, wenn wir unsere Werte vermitteln und sie beharrlich leben, werden Terror, Hass und Gewalt keine Chance haben.

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