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Da waren sie noch OB- Kandidaten: Andreas Kubisch (links) und Peter Boch bei einer Veranstaltung zur OB-Wahl im CongressCentrum Pforzheim. Foto: Ketterl
Da waren sie noch OB- Kandidaten: Andreas Kubisch (links) und Peter Boch bei einer Veranstaltung zur OB-Wahl im CongressCentrum Pforzheim. Foto: Ketterl
29.09.2017

Ex-OB-Kandidat Andreas Kubisch: Ein Hang zum Timing

Zum Gewinner der OB-Wahl geworden ist Andreas Kubisch an einem Freitag um 18.30 Uhr, fast fünf Monate nach dem Urnengang: Am Freitagabend flatterte der PZ-Redaktion eine Pressemitteilung des am 7. Mai gewählten und seit 1. August amtierenden Oberbürgermeisters Peter Boch ins Haus. Dieser stoppt den geplanten Bau der dezentralen Flüchtlingsunterkunft am Nagoldhang neben der Ottersteinschule. Ganz im Sinne von Kubisch.

Wie es der Zufall will, hatte sich Bochs deutlich unterlegener OB-Mitbewerber Andreas Kubisch für Freitag früh zum Gespräch mit der PZ verabredet. Er wolle, sagte der Vorsitzende der Liste Eltern bei der Gelegenheit, weiterhin Politik machen. Und nehme bereits die Kommunalwahl 2019 in den Fokus. Vor allem wolle er zunächst darauf hinwirken, dass die Erweiterungsmöglichkeit der Ottersteinschule nicht mit der Flüchtlingsunterkunft zugebaut wird. Darin seien sich er und der heutige OB Boch im Wahlkampf schließlich einig gewesen.

Im Sinne vieler Eltern habe er nun noch einmal die Positionen gebündelt und darauf hingewiesen, wie groß das Interesse und wie weit verbreitet der Wunsch nach einem solchen Umdenken an dieser Stelle seien. Keine zehn Stunden später gab es die Neuigkeiten aus dem Rathaus.

Merke: Man muss nicht erster Sieger sein, um bei einer Wahl etwas gewonnen zu haben – und wenn es nur das Gespür fürs perfekte Timing ist.