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Für immer im Herzen: Spieler des FC Alemannia Wilferdingen laufen in Unterreichenbach auf den Platz. In Erinnerung an ihren verstorbenen Mitspieler Christian Zimmermann tragen sie dessen Spitznamen „Zimbo“ und Trikotnummer auf den T-Shirts.
Für immer im Herzen: Spieler des FC Alemannia Wilferdingen laufen in Unterreichenbach auf den Platz. In Erinnerung an ihren verstorbenen Mitspieler Christian Zimmermann tragen sie dessen Spitznamen „Zimbo“ und Trikotnummer auf den T-Shirts.
16.03.2011

FC Alemannia Wilferdingen: Der schwere Weg zurück zum Alltag

Den Spielern des FC Alemannia Wilferdingen ist es am Wochenende nicht leicht gefallen, auf den Fußballplatz zurückzukehren. Noch immer ist die Trauer groß, nach dem tragischen Tod von Christian Zimmermann. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war im Februar bei einem Testspiel gegen den FC Busenbach zusammengebrochen und später im Krankenhaus verstorben. Die Todesursache bleibt unbekannt.

Den Spielern des FC Alemannia Wilferdingen ist es am Wochenende nicht leicht gefallen, auf den Fußballplatz zurückzukehren. Noch immer ist die Trauer groß, nach dem tragischen Tod von Christian Zimmermann. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war im Februar bei einem Testspiel gegen den FC Busenbach zusammengebrochen und später im Krankenhaus verstorben (die PZ berichtete). Die Todesursache bleibt unbekannt.

Die Fußballer des Kreisligisten tragen ihren ehemaligen Mitspieler tief im Herzen. In Gedanken sind sie ganz nah bei ihm. Wie nahe, demonstrierten die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft am vergangenen Wochenende vor dem Spiel in Unterreichenbach. Beim Warmmachen und Einlaufen trugen sie T-Shirts mit der Aufschrift „Zimbo 15“. Spitzname und Trikotnummer von Christian Zimmermann. Gestern erreichte die PZ auch eine Danksagung des Vereins (siehe Dokumentation).

„Die letzten Wochen waren nicht einfach“, sagt Alemannen-Trainer Alexander Schwenk, der die Rückkehr seiner Mannschaft auf den Fußballplatz als „weiteren großen Schritt zur Bewältigung“ des tragischen Ereignisses bezeichnet.

Fünf Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, steht Kreisligist FV Öschelbronn nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen den TV Gräfenhausen. Das ist aber nicht der Grund, warum sich der Verein nach dieser Runde von Trainer Oliver Österle trennt. FVÖ-Spielleiter Gerhard Pernika: „Die Trennung erfolgt in beiderseitigem Einvernehmen, Oliver Österle hat viereinhalb Jahre super Arbeit abgeliefert.“ Als der 37-jährige damals in der Winterpause kam, rettete er den A-Ligisten vor dem Abstieg und führte ihn im darauffolgenen Jahr in die Kreisliga, wo man derzeit Platz 13. belegt. Wer folgt nun im Sommer auf Österle? Übernimmt vielleicht Renato Bestvina als Spielertrainer? „Nein, nein“, winkt der Routinier auf Nachfrage ab, „keine Zeit, vielleicht später mal.“

Die Trainerfrage geklärt hat dagegen der TSV Heimsheim in der Kreisliga A Staffel 2 im Bezirk Enz/Murr. Uli Huber, der im Sommer das Amt dort übernommen hatte, hat für ein weiteres Jahr verlängert. „Es passt alles“, sagt der 40-jährige Coach. Allerdings! Sein Team kreist nach 15 Spieltagen mit 15 Punkten Vorsprung auf den TKSZ Ludwigsburg einsam an der Spitze. „Wir sind zu stark für diese Liga“, sagt Huber und freut sich schon auf die Meisterfeier. Im nächsten Jahr – in der Bezirksliga – peilt der ehemalige Knittlinger Coach dann mit „gezielten Verstärkungen“ den Klassenerhalt an.

Beim FC Germania Brötzingen ist noch alles offen, was die Besetzung des Trainerstuhls in der kommenden Saison betrifft. Jürgen Geigle schwingt dort nun seit sieben Jahren das Zepter. Auch in der nächsten Runde? Zuletzt kam das Gerücht auf, Rudi Herzog, der im Sommer den 1. CfR Pforzheim verlässt, könnte Jürgen Geigle beerben. „In den nächsten 14 Tagen werde ich mich nochmal mit dem Verein zusammensetzen und alles Weitere besprechen“, sagt der Brötzinger Trainer, dessen Entscheidung stark von seinem zeitlichen Aufwand im Beruf abhängt.

Der Verein würde den Coach gerne halten, hätte aber mit Hakan Göktürk, derzeit Trainer des A-Liga-Spitzenreiters 1. FC Eutingen, auch einen starken Nachfolger in der Hinterhand. „Deshalb mache ich mir auch um den Verein keine Sorgen“, so Geigle. Ebenso nicht im Hinblick auf die anvisierte Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga. Zwei Punkte beträgt der Rückstand zu Tabellenführer Germania Singen (35 Zähler). „Der Wunsch von Brötzingen und Eutingen im Zuge der Fusion war, dass beide Mannschaften aufsteigen. Und deshalb stehen wir gewaltig unter Druck“, weiß Geigle.

Der wird für die Brötzinger in der Rückrunde noch größer. Denn Spielmacher Rafael Crespo (28) fällt nach seiner Knie-Operation (Knorpelschaden) für mindestens ein Jahr aus. „Danach muss er entscheiden, ob es überhaupt für ihn weitergeht“, meint Geigle und bedauert den Ausfall seines „10ers“ sehr. „Er ist ein super Mensch und ein sehr wichtiger Spieler, den wir nicht ersetzen können.“ Mit der Umstellung, Oliver Scherb aus der Abwehr ins Mittelfeld und Neuzugang Marco Schneider in die Viererkette, versuchen die Germanen Crespos Lücke zu schließen. Ohne Probleme verlief dabei die Eingewöhnungsphase für Marco Schneider. „Auf ihn ist Verlass, seine Erfahrung tut uns gut“, freut sich Geigle über den 33-Jährigen von Fatihspor Pforzheim.