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© Patrick Schwalbe
Jugendlicher Sturm und Drang: Nöttingens Valentyn Podolsky (links) gegen Spielbergs Florian Benz. Foto: Hennrich
25.04.2018

FC Nöttingen mit grandiosem Endspurt – 4:1-Sieg gegen Spielberg

Remchingen-Nöttingen. Der FC Nöttingen ist einfach ein Derby-Spezialist. Nach den beiden Siegen gegen den 1. CfR Pforzheim gab es am Mittwoch auch den zweiten Erfolg gegen den SV Spielberg.

Mit 4:1 (0:1) triumphierten die Remchinger dank eines bemerkenswerten Endspurtes. Spielberg führte zur Pause durch ein Tor von Phil Weimer (42. Minute). Nach dem Wechsel drehten Dennis Schneider (61.), Eray Gür (67.), Jeanot Soja (83.) und Mario Bilger (84.) die Partie vor 500 Zuschauern im Panoramastadion.

Bildergalerie: Toller Endspurt: FC Nöttingen gewinnt gegen Spielberg

Mit der Sieg blieb Nöttingens Trainer Dubravko Kolinger die dritte Heimpleite in Folge erspart. Sein Kollege Tobias Winter vom Lokalrivalen Spielberg muss weiter heftig um den Klassenerhalt bangen. Die Karlsbader sind seit nunmehr neun Spielen ohne Sieg und verloren am Mittwoch ihr siebtes Oberligaspiel in Folge. „Wie wir in der zweiten Halbzeit verteidigt haben, war teilweise schon kurios“, ärgerte sich Winter.

Podolskys Startelfdebüt

Beim FC Nöttingen war die Startelf im Vergleich zum 0:1 gegen den FC Villingen vom vergangenen Samstag kräftig durcheinandergewirbelt. Sascha Walter, Ernesto de Santis, Simon Frank und Niklas Kolbe fehlten verletzt. Dafür feierte der 19-jährige Stürmer Valentyn Podolsky sein Oberliga-Startelfdebüt und Jeanot Soja, ebenfalls 19, sein Oberliga-Debüt. Im Tor stand Robin Kraski für Andreas Dups. Kraski war lange verletzt und erhielt deshalb von seinem Trainer eine Einsatzchance in diesem Derby.

Beim FC Nöttingen fehlte im ersten Durchgang wieder die Durchschlagskraft. Weil auch Spielberg zunächst nicht viel zustande brachte, plätscherte die Partie lange ohne Höhepunkte dahin. Eine Unachtsamkeit von Jonas Marten führte zum 0:1 in der 42. Minute. Jimmy Marton kam an den Ball, spielte zu Alex Zimmermann und der legte schön zurück auf Phil Weimer, der aus zehn Metern flach ins Tor schoss.

Dubravko Kolinger fand in der Halbzeitpause deutliche Worte, weckte seine Mannschaft aus ihrer Lethargie. Und er hatte Glück mit seinen Wechseln. Zunächst erzielte Nachwuchsspieler Dennis Schneider, der für Sebastian Schönthaler gekommen war, das 1:1 nach Vorarbeit von Podolsky und Leo Neziraj. Nöttingen blieb am Drücker und erneut Neziraj legte in der 67. Minute für Eray Gür auf, der zur Führung traf.

Dann kam der Auftritt von Jeanot Soja. Der 19-jährige Neuzugang hatte nach Zuspiel von Gür auf der rechten Seite freie Bahn und versenkte den Ball gefühlvoll im langen Eck zum 3:1. Da war er gerade zwei Minuten auf dem Platz. Eine Minute später flankte Soja von rechts in die Mitte, wo Mario Bilger aus kurzer Distanz zum 4:1 einschoss. „So kann es ruhig weitergehen“, freute sich Soja, räumte aber auch ein, dass der Sieg am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen sei.

Hoch erfreut war auch Dubravko Kolinger. „Nach dem Ausgleich habe ich in den Augen der Jungs gesehen, dass sie wollen.“