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BKA © dpa
28.02.2014

Fehler bei Untersuchung von NSU-Waffen? BKA weist Vorwurf zurück

Wiesbaden. Das Bundeskriminalamt (BKA) weist die Vorwürfe, die Suche nach daktyloskopischen Spuren an sieben der insgesamt elf im Bauschutt des am 4. November 2011 in Brand gesetzten Wohnhauses in Zwickau gefundenen Schusswaffen sei lückenhaft, zurück. Das BKA widerspricht damit einem FOCUS-Bericht vom 28. Februar.

Sämtliche Waffen seien unmittelbar nach ihrem Auffinden zum BKA gebracht worden, heißt es in einer Pressemitteilung des BKA. Dort hätten Spezialisten die Waffen in einer sogenannten Spurenkonferenz unter anderem hinsichtlich der Möglichkeit einer Sicherung daktyloskopischer Spuren begutachtet. Sieben Waffen wären für eine daktyloskopische Untersuchung durch die Hitzeeinwirkung, durch zum Teil gezündete Patronen in den eingeführten Magazinen sowie durch das Löschwasser entstandenen Rostbefall ungeeignet gewesen.

Dazu wären vier Waffen nach Fingerspuren untersucht worden. An keiner Waffe hätte man daktyloskopische Spuren sichern können, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die einzelnen Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung an den elf Waffen seien in sogenannten Auswertevermerken festgehalten. Sämtliche Auswertevermerke befänden sich in den Ermittlungsakten. Das BKA fügt dazu an, dass das in dem Medienbericht genannte Schreiben des BKA aus dem Januar 2014 lediglich den Verlauf der damaligen Begutachtung der elf Waffen zusammenfasse. Das BKA weist entschieden zurück, dass erforderliche kriminaltechnische Untersuchungen an den Waffen unterblieben sind.