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Sintflutartige Regenfälle brachten das Formel-1-Rennen in Sepang/Malaysia an den Rand des Abbruchs. Am Ende siegte Ferrari-Pilot Fernando Alonso, Sebastian Vettel wurde 11., Michael Schumacher 10.
Sintflutartige Regenfälle brachten das Formel-1-Rennen in Sepang/Malaysia an den Rand des Abbruchs. Am Ende siegte Ferrari-Pilot Fernando Alonso, Sebastian Vettel wurde 11., Michael Schumacher 10. © dpa
25.03.2012

Ferrari-Pilot Alonso siegt im Regenrennen - Vettel nur 11.

Sepang. Fernando Alonso hat mit seinem überraschenden Sieg beim Großen Preis von Malaysia die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft übernommen. Der spanische Ferrari-Pilot gewann am Sonntag das Rennen in Sepang vor dem unerwartet starken Sauber-Fahrer Sergio Perez aus Mexiko. Dritter beim zweiten Saisonrennen wurde der Brite Lewis Hamilton im McLaren.

Titelverteidiger Sebastian Vettel wurde nach einem Reifenschaden nur Elfter. Der Red-Bull-Pilot schlitzte sich in der Schlussphase des Rennens beim Überrunden des HRT-Fahrers Narain Karthikeyan den Reifen auf. Pech hatte auch Australien-Sieger Jenson Button, der nach einem Unfall im McLaren nur als 14. ins Ziel kam.

Wegen heftigen Gewitterregens war das Rennen für 51 Minuten unterbrochen. Bester Deutscher war Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg als Neunter. Michael Schumacher holte im Mercedes als Zehnter noch einen WM-Punkt.

Formel-1-Rennwagen unter improvisierten Zelten, Piloten unterm Regenschirm: «Selamat datang» («Willkommen») im Regen von Malaysia. Schon 2009 war die Königsklasse des Motorsports von launenhaftem Wetter in Sepang gebremst worden. Damals musste der Große Preis nach 31 von 56 Runden abgebrochen werden. Die Strecke stand nach sintflutartigen Regenfällen unter Wasser, an Rennfahren war auf dem 5,543 Kilometer langen Kurs nicht mehr zu denken.

An diesem Sonntag musste der zweite WM-Lauf nach gerade mal acht Runden und 21:31 Minuten erst einmal gestoppt werden, nachdem ein heftiges Gewitter niedergangen war. Starker Regen hatte mal wieder den Asphalt zur Aquaplaning-Landschaft verwandelt. Die Fahrer stellten ihre Autos unter Zelten auf der Startgeraden ab und warteten buchstäblich auf besseres Wetter und den Neustart.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Pole-Mann Lewis Hamilton vor seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Buttongeführt. Der Brite hatte das Rennen 2009 gewonnen und schon vor dem diesjährigen Lauf gehofft, dass diesmal der Grand Prix zu Ende gefahren werden könnte. Zumindest wurde das Rennen am Sonntag nach 51-minütiger Unterbrechung fortgesetzt. dpa