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27.07.2008

Festival lockt 25.000 Besucher in die Stadt

PFORZHEIM. Hoch zufrieden ist er und ziemlich müde: Festival-Organisator Gerhard Baral kann aufatmen, denn „wir haben eine punktgenaue Landung hinbekommen“. Das klingt fast ein wenig nach Understatement, hat doch das 16. Internationale Musik und Theater Festival rund 25 000 Besucher an die verschiedenen Spielorte in der Goldstadt gelockt.

Viele positive Rückmeldungen habe er bekommen, sagt Baral. Nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Beteiligten aus vielen verschiedenen Ländern. Erstmals, so Baral, habe man für die Künstler im Kulturhaus Osterfeld einen Treffpunkt eingerichtet, „wo es viele nette Begegnungen gab“. Nicht nur mit den Akteuren, sondern auch mit zahlreichen Festival-Veranstaltern. Etwa mit der Leiterin des tschechischen Cipu-Festivals in Prag, die mit dem stellvertretenden Chef des Malta-Festivals in Polen verheiratet ist, erzählt Baral. Überhaupt sind es für ihn die kleinen Geschichten am Rande des Festivals, die faszinieren. Etwa die des jungen Spaniers Gerardo Gonzalez, den die Pforzheimer Programm-Macher bei einem kleinen Festival auf der Iberischen Halbinsel entdeckten. Und der noch nie außerhalb Spaniens aufgetreten ist: „Gonzales hat eine hinreißende Show mitten auf der Kreuzung Leopold-/Zerrennerstraße hingelegt“, freut sich Baral, „und alle restlos begeistert“.

Doch nicht nur das Amüsement, sondern auch das Nachdenken sollte bei diesem Festival Platz haben. „Wir haben schließlich einen Kulturauftrag und erhalten öffentliche Gelder “, meint der Organisator. Rund 220 000 Euro kosten die drei ungewöhnlichen, tollen Tage in der Goldstadt – ein Summe, in die die vielen unentgeltlichen Stunden der 130 Helfer gar nicht eingerechnet sind. Und denen gilt Barals besonderer Dank.