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Einen Toten und mehrere Verletzte gab es bei einer Massenkarambolage auf der A57 im Rheinland. Unbekannte hatten unter einer Autobahnbrücke Plastikrohre angezündet und damit ein Chaos ausgelöst. © dpa
14.02.2012

Feuer unter Autobahnbrücke sorgt für Unfallchaos

Dormagen/Düsseldorf. Eine Massenkarambolage mit einem Toten und mehreren Verletzten hat zur Vollsperrung der sonst vielbefahrenen Autobahn A57 zwischen Köln und Düsseldorf geführt. Sieben Lastwagen und 15 Autos waren in der Nacht zum Dienstag aufeinandergefahren, als starker Rauch aus angezündeten Plastikrohren die Sicht behinderte. Wie ein Polizeisprecher am Morgen weiter sagte, wurden bei dem Unfall auf einer Autobahnbrücke nahe Dormagen nach ersten Informationen sechs Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bildergalerie: Massenkarambolage nach Brandstiftung auf A57

Unter der Brücke sollen Unbekannte mehrere Plastikrohre in Brand gesetzt haben. Die A57 - eine der Pendler-Schlagadern im Rheinland - wurde in beide Richtungen gesperrt. Nach ersten Berechnungen stuften Statiker die Brücke als akut einsturzgefährdet ein.

Am Vormittag sollten die Bergungsarbeiten beginnen. Diese seien allerdings von der Statik der Brücke abhängig, sagte ein Polizeisprecher. Die Brücke soll gestützt werden. Spezialfirmen sollen die Bergung der Fahrzeuge übernehmen.

Wie lange die Vollsperrung der A 57 zwischen der Anschlussstelle Dormagen und dem Autobahnkreuz Neuss-Süd dauern wird, könne nicht gesagt werden, hieß es. Eventuell müsse die Brücke sogar abgerissen werden. Diese Entscheidung soll im Laufe des Tages in Absprache mit den Experten geschehen.

Wer die Plastikrohre auf einem asphaltierten Feldweg unter der Brücke in Brand gesetzt hat, war zunächst unklar. Bereits in der Nacht wurden umfangreiche Beweise gesichert, um den Tätern auf die Spur zu kommen. «Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen», hieß es.