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Die Band „Phil“ lässt Nässe, Kälte und Regen vergessen. Foto: Fux

Feuerwerk der guten Laune beim Lichterfest im Enzauenpark

Pforzheim. „Wir hatten noch kein Publikum, das so wasserdicht war. Jeder andere wäre heimgefahren“, ruft Sänger Jürgen „Phil“ Mayer dankend dem Publikum zu. Das tanzt vor der Bühne und fiebert trotz strömenden Regens dem krönenden Abschluss des Lichterfests im Enzauenpark entgegen – dem farbenfrohen und spektakulären Feuerwerk, untermalt mit Musik.

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Lichterfest im Pforzheimer Enzauenpark

Auch wenn Petrus am Samstagabend wenig Verständnis für die Besucher zeigt und immer wieder kräftig seine Schleusen öffnet, lassen sich die Menschen ihre gute Laune nicht vermiesen. Der Park, farbenfroh bestückt mit leuchtenden Lichtsegeln, die mehrere Meter hoch gen Nachthimmel ragen, und eine strahlend leuchtende Sonne sorgen neben beleuchteten Lampions, Ballons, Lichterketten für ein tolles Farbenmeer mit vielen Effekten. Auch die zahlreichen Besucher – vom Kleinkind bis zu den Großeltern – haben sich bestens mit allerhand Leuchtmitteln ausgestattet. Jeder blinkt auf seine eigene Art und ist Teil des Pforzheimer Lichterfests.

Vor allem hält die Band „Phil“ die Menschen mit dem nahezu identischen und originalen Sound von Phil Collins bei der Stange. Die elfköpfige Band um Sänger Jürgen Mayer hat die größten Hits des englischen Megastars und seiner früheren Kultband „Genesis“ perfekt drauf. Bei „In the Air Tonight“ wird den Fans warm ums Herz, Hände gehen nach oben, und unter riesengroßen Sonnenschirmen, die das Schlimmste von oben abhalten, rücken alle noch näher zusammen.

Andere tanzen vor der Bühne wie in Trance, werden klatschnass, aber die Musik lässt alles vergessen. „Das Wetter ist mies, aber das macht nichts“, sagt ein Mann und lächelt, während sich der Boden bei „Easy Lover“ zu einem großen Meer aus Pfützen verwandelt.

Doch auch dies scheint die Wenigsten zu stören. Nur hätten die Hartgesottenen statt leichter Sommerschuhe oder Sneakers aus Stoff wohl eher Gummistiefel gebraucht, aber mit denen tanzt es sich eben deutlich schlechter. Andere hüllen sich derweil in Regen-Outfits, spannen ihre Schirme auf, die Stimmung ist entspannt.

Die eingespielte Band mit ihrer großen Bühnenpräsenz lässt sich ihre Spielfreude ebenso wenig vermiesen. Sie gibt den Fans das, wofür es sich lohnt, zu kommen, Chartstürmer wie „Another Day in Paradise“, „Invisible Touch“, sie liefert Zugabe um Zugabe und schließt pünktlich zum spektakulären Feuerwerk mit „Carpet Crawlers“ ab.

Zum rund 20-minütigem Höhenfeuerwerk mit Musik wird selbst der Wettergott milde. Spektakulär und farbenfroh nicht nur das berauschende Finale zu „Barcelona“ am Nachthimmel, der nun sternenreich, gespickt mit Feuerelementen und Fontänen und einem glamourösen Feuerwerk erstrahlt. So wird trotz Regen das 20. Pforzheimer Lichterfest, organisiert vom Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing, dennoch glanzvoll in Erinnerung bleiben. Auch wenn die Cocktailbar-Betreiber sicher Einbußen hatten und die Vorband „Funcoustic, schon bessere Bedingungen hatte.