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Radfahren als moderates Ausdauertraining wird von den Experten empfohlen.
Radfahren als moderates Ausdauertraining wird von den Experten empfohlen. © dpa-Archiv
02.07.2014

Fit durch den Herbst

Ausreichend Schlaf und die richtige Dosis Sport machen einen Menschen im Alltag leistungsfähiger. Darauf macht das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln aufmerksam.

In der Nacht regeneriert der Körper. Das passiert vor allem im Tiefschlaf. Der Organismus kann frisch und gestärkt in den nächsten Tag starten. Acht bis neun Stunden Schlaf pro Nacht – auf einem guten Bettsystem – sollten es sein, raten Experten wie Prof. Ingo Froboese.

Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Schülern haben gezeigt, dass sich neben der Schlafdauer auch die aktive Ausübung von Sport positiv auswirkt. Schüler, die sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen und zumindest gelegentlich Sport treiben, erzielten laut der Erhebung die besten Noten. „Diese Ergebnisse lassen sich auf die Leistungsfähigkeit vieler Menschen verallgemeinern“, zieht der Sportwissenschaftler die Schlussfolgerung.

Er empfiehlt, mit etwas Kraftsport nach dem Frühstück zu starten. Das steigere den Blutdruck und mache fit für den Tag. In den Abendstunden – bis zu zwei Stunden vor dem Schlafengehen – wirkt moderates Ausdauertraining wie etwa Radfahren entspannend und führt zu besserem Schlaf. „Ein gutes Zusammenspiel von Sport, Schlaf und gesunder Ernährung sind nicht nur die zentralen Bausteine für Leistungsfähigkeit, sondern auch für Gesundheit und Wohlbefinden“, resümiert der Gesundheitsexperte.

Für einen guten Nachtschlaf ist es sinnvoll, schon während des Tages psychischen Belastungen entgegenzutreten. Denn der Körper könne nicht auf Knopfdruck von Stress auf Entspannung umstellen, so die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Berufstätige sollten daher bereits tagsüber genug pausieren und darauf aufmerksam machen, wenn ihr Arbeitspensum zu hoch ist. Gelingt das nicht, bestehe die Gefahr, den Stress aus dem Job in den Feierabend mitzunehmen – und dann schlecht ein- oder durchzuschlafen. Wer nach der Arbeit zu Hause Freizeitkleidung anzieht, könne leichter abschalten empfiehlt Pollmächer. Auch helfe es, sich in Gedanken einen Szenenwechsel vorzustellen – zum Beispiel, wie man einen Aktenordner schließt oder einen Rollladen herunterlässt.