nach oben
Rettungskräfte stehen am 01.02.2016 in Lohmar vor einer Flüchtlingsunterkunft. Nach dem Sturz dreier Kinder aus Fenstern im ersten Stock der Flüchtlingsunterkunft in Lohmar ermittelt die Polizei gegen den Vater wegen versuchter Tötung
Rettungskräfte stehen am 01.02.2016 in Lohmar vor einer Flüchtlingsunterkunft. Nach dem Sturz dreier Kinder aus Fenstern im ersten Stock der Flüchtlingsunterkunft in Lohmar ermittelt die Polizei gegen den Vater wegen versuchter Tötung © dpa
20.09.2016

Flüchtling soll Kinder aus Fenster geworfen haben

Bonn (dpa) - Ein Syrer muss sich von diesem Dienstag an in Bonn vor Gericht verantworten, weil er seine drei Kinder aus dem Fenster einer Flüchtlingsunterkunft geworfen haben soll. Seine sieben Jahre alte Tochter und sein fünfjähriger Sohn erlitten durch den Sturz aus dem ersten Stock Schädelfrakturen und weitere Knochenbrüche. Die einjährige Tochter fiel auf ihren Bruder und kam deshalb vergleichsweise glimpflich mit Prellungen und einem Bluterguss an der Leber davon.

Dem 36 Jahre alten Vater wird versuchter Mord an seinen drei Kindern zur Last gelegt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat er die Tat gestanden. Das Drama ereignete sich in Lohmar bei Bonn. Das Motiv für die Tat war laut Anklage, dass den Mann das Verhalten seiner Frau frustrierte. Diese wollte demnach «in Deutschland nicht mehr das aus der Heimat gewohnte Rollenverständnis akzeptieren und sich nicht mehr von ihm alles gefallen lassen». Für die Verhandlung vor dem Landgericht Bonn sind sechs Verhandlungstage bis zum 12. Oktober angesetzt.