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21.08.2008

Flugzeugabsturz in Madrid fordert 153 Todesopfer - darunter möglicherweise deutsche Familie

MADRID. Fast 24 Stunden nach dem Flugzeugabsturz in Madrid haben die Bergungsmannschaften an der Unglücksstelle die Leichen von zwei weiteren Opfern gefunden. Die Zahl der Opfer erhöht sich damit auf 153. Darunter soll sich auch eine vierköpfige Familie aus Bayern befinden.

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Bei den nun gefundenen Toten handele es sich um einen Säugling und um einen Erwachsenen, teilte der Chef der Flughafenfeuerwehr, Benjamín Olivares, am Donnerstag mit. Damit seien die Leichen von allen 153 Opfern der Katastrophe geborgen.

Die Suche nach weiteren Toten könne eingestellt werden. An der Zahl der Opfer ändere sich durch den Fund nichts. Von den insgesamt 172 Insassen der Maschine der spanischen Fluggesellschaft Spanair befanden sich 19 mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern. Das Flugzeug war am Mittwoch nach einem missglückten Start in ein ausgetrocknetes Flusstal in der Nähe des Flughafens Barajas gestürzt.

Nach dem Unglück haben Experten die Trümmer nach Hinweisen für die Ursache der Katastrophe durchsucht. Beide Flugschreiber würden derzeit analysiert, sagte Spaniens Infrastrukturministerin Magdalena Alvarez heute. Sie bestätigte, dass die Piloten vor dem Start technische Probleme gemeldet hatten.

Möglicherweise befindet sich unter den Todesopfern des Flugzeug-Unglücks auch eine vierköpfige deutsche Familie aus Pullach bei München. Das Ehepaar und zwei Kinde wurden auf der Passagierliste geführt. Ihr Schicksal ist bisher unklar.