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17.01.2008

Flussufer zu neuem Leben erwecken

"Wir möchten alle Flussufer aufwerten, ein Thema, das über lange Jahre vernachlässigt worden ist", erklärte Oberbürgermeisterin Christel Augenstein im Mai 2007. Ein Jahr danach hat sich schon einiges getan, zum Beispiel an der Enz bei der Jörg-Ratgeb-Straße.

Die Aufwertung der Flussufer, so die Rathaus-Chefin, sei "ein ganz wichtiger Baustein für die Innenstadtentwicklung". Dazu zählt sie die Erneuerung des Uferbandes an der Enz entlang der Jörg-Ratgeb-Straße zwischen Turnstraße und Goethebrücke, wo künftig terrassenförmige Stufen aus roten Sandsteinblöcken mit Sitzgelegenheiten zur Enz hin den Grünbereich und das Wasser erlebbarer machen sollen. An geeigneten Stellen können Passanten künftig bis an die Wasserlinie hinuntergehen und dort verweilen. Das sei, so die Oberbürgermeisterin, mehr als nur Kosmetik, sondern ein wichtiger Akt zur Aufwertung der Innenstadt.

Uhlig: Flussufer sind Pforzheims Stärke

Dieser Bereich der Enzufergestaltung ist die Fortsetzung des in Teilen bereits verwirklichten Gesamtkonzepts der Umgestaltung der innerstädtischen Straßen und Plätze an den Flussufern. Parallel dazu arbeitet die Stadt in vier Sanierungsgebieten an der Aufwertung ganzer Stadtteilquartiere. "Diese Intensität dürfte einmalig in Baden-Württemberg sein", erklärte Christel Augenstein vor einem Jahr.

„Die Flussufer, die bisher etwas stiefmütterlich behandelt wurden, sind eine Stärke unserer Stadt. Sie müssen mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden“, erklärte Bürgermeister Alexander Uhlig im Oktober 2007 beim Start der Baumaßnahmen am Enzufer neben der Jörg-Ratgeb-Straße. Der Gemeinderat hatte zuvor grünes Licht für das Gesamtkonzept einer Flussufergestaltung gegeben, das in mehreren Abschnitten umgesetzt werde. Das Konzept reicht vom Lindenplatz bis zur Goethebrücke und umfasst die Jörg-Ratgeb-Straße auf ihrer gesamten Länge.

Flussuferpromenade statt Unkraut

In den Jahren 2000 bis 2004 konnten die Teilabschnitte östlich der Rossbrücke im Rahmen des Programms „City 21“ umgesetzt werden. Hier wurde mit dem Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche, dem Platz an der Rossbrücke, dem neuen Goldschmiedesteg und der Flussuferpromenade bis hin zum Nonnenmühlsteg eine attraktive Freiflächenzone an der Enz geschaffen. Nachdem nunmehr das Stadtquartier westlich der Rossbrücke im neuen Sanierungsgebiet "Kaiser-Friedrich-Straße" aufgenommen werden konnte, sind die Bausteine westlich der Rossbrücke fällig.

Wo sich heute noch an der Jörg-Ratgeb-Straße eine mit Unkraut bewachsene, unattraktive Böschung befindet, wird demnächst eine Flussuferpromenade für neuen Glanz sorgen. Der Gehweg wird dabei von 1,80 auf 2,40 Meter verbreitert. Elf neue Bäume, unter anderem Trauerweiden, die hier künftig als Schattenspender dienen sollen, werden gepflanzt. Auch der Fahrbahnbereich der Jörg-Ratgeb-Straße wird mit einer neuen Belagsgestaltung seiner Funktion als uferbegleitende Anliegerstraße angepasst. Beleuchtung, Mobilar und Bepflanzung werden erneuert. Finanziert wird die rund 300.000-Euro-Maßnahme auch mit Zuschüssen von Land und Bund. Noch in diesem Jahr ist die Fortführung der Neugestaltung bis an die Rossbrücke vorgesehen.

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