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24.02.2015

Französin und jemenitische Begleiterin in Sanaa entführt

Sanaa/Paris - In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind eine Französin und ihre jemenitische Begleiterin entführt worden. Mehrere Bewaffnete hätten die beiden Frauen am Dienstag verschleppt, als sie auf einer Stadtautobahn im Süden der Stadt unterwegs waren, teilte die jemenitische Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf Sicherheitskreise mit. Das Außenministerium in Paris bestätigte die Entführung der Französin.

Man stehe im Kontakt mit der Familie der Frau, die im Jemen für eine internationale Organisation arbeitet, hieß es in einer Mitteilung des französischen Außenministeriums. Laut Saba soll es sich bei der Frau um eine Mitarbeiterin der Ölfirma Total handeln. Sicherheitskräfte würden nach dem Auto der Entführer Ausschau halten.

Entführungen von Ausländern sind im Jemen nicht unüblich. Stämme nutzen die Entführten als Druckmittel, um gegenüber der Regierung eigenen Interessen durchzusetzen. Immer häufiger werden ausländische Opfer jedoch auch als Geiseln an Al-Kaida weiterverkauft. Der lokale Ableger der Terrorgruppe gehört zu den aktivsten des Netzwerks.

Im Dezember kamen bei einem Befreiungsversuch von US-Spezialkräften eine US-amerikanische und eien südafrikanische Geisel der Dschihadisten ums Leben. Die Terrororganisation Al-Kaida nutzt das gegenwärtige Chaos im Jemen für ihre Zwecke.

Seit Monaten kontrollieren schiitische Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa, Regierung und Parlament haben sie aufgelöst. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi floh am vergangenen Samstag ins südjemenitische Aden und versucht von dort, den Jemen weiter zu regieren.