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Foto: Symbolbild © Dietz
20.01.2016

Frau beschäftigt Polizei tagelang mit erfundener Straftat

Mit einer erfundenen Straftat hat eine Frau im Allgäu die Polizei tagelang auf Trab gehalten. Die 35-Jährige aus dem Ostallgäu hatte Anzeige wegen eines vermeintlichen schweren Raubes erstattet. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, behauptete die Frau, in Memmingen von einer Gruppe nicht Deutsch sprechender Täter festgehalten, mit einem Messer bedroht und geschlagen worden zu sein. Der angebliche Haupttäter habe sie zudem unsittlich berührt. Außerdem seien ihr bei dem Übergriff ein hoher Bargeldbetrag und ein Mobiltelefon gestohlen worden.

Die Anzeige erstattete die Frau bereits vergangene Woche. Umfangreiche Ermittlungen der Kripo ergaben jedoch, dass die Tat in Memmingen in der geschilderten Form nicht stattgefunden haben kann. Die 35-Jährige muss sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.

«Das Vortäuschen einer Straftat ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat«, sagte Christoph Ebert von der Staatsanwaltschaft Memmingen. Wer ein Verbrechen vortäuscht, wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. In diesem speziellen Fall waren nach Polizeiangaben mehr als 180 Stunden an Ermittlungsarbeit erforderlich. Die Arbeit der Beamten in anderen Fällen habe in dieser Zeit zurückstehen müssen.