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Tausende von Intimfotos hat ein Frauenarzt heimlich von seinen Patientinnen gemacht. Bis das Beweismaterial gesichtet und ausgewertet ist, würde es noch eine Weile dauern, meldet die Polizei.
Tausende von Intimfotos hat ein Frauenarzt heimlich von seinen Patientinnen gemacht. Bis das Beweismaterial gesichtet und ausgewertet ist, würde es noch eine Weile dauern, meldet die Polizei. © Symbolbild: dpa
08.11.2012

Frauenarzt macht heimlich Tausende von Intimfotos

Das ist der Alptraum vieler Frauen. Heimlich geschossene Intimfotos von Patientinnen werden einen Frauenarzt aus der Pfalz wahrscheinlich vor Gericht bringen. «Wir gehen nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen davon aus, dass es zu einer Anklage kommen wird», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig am Donnerstag in Frankenthal und bestätigte einen Bericht des Südwestrundfunks.

Die Ermittlungen sollten in etwa vier bis fünf Wochen abgeschlossen werden. Der Mediziner soll bei gynäkologischen Untersuchungen 35.000 Intimfotos und einige Video-Dateien gemacht haben. Rund 1700 Frauen seien betroffen, sagte Liebig.

Möglicher Tatvorwurf sei die «Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen». Es werde zudem geprüft, ob der Mann auch wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt werde, hieß es. Dazu müssten aber Bildaufnahmen noch genau auf mögliche Handlungen untersucht werden. Der Fall war im September 2011 ans Licht gekommen. Die Arzthelferinnen hatten Verdacht geschöpft und sich an die Polizei gewandt. Der Mann arbeitet derzeit nicht mehr als Arzt. dpa

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