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Nicht nur am Freitag, dem 13., müssen sich abergläubische Menschen in Acht nehmen. Viele seit Jahrhunderten überlieferte Unglückszeichen haben sich bis heute erhalten.
Nicht nur am Freitag, dem 13., müssen sich abergläubische Menschen in Acht nehmen. Viele seit Jahrhunderten überlieferte Unglückszeichen haben sich bis heute erhalten. © dpa
13.07.2012

Freitag, der Dreizehnte: Garant für kuriose Vorfälle?

Glück und Pech liegen an einem Freitag, dem 13., nah beieinander - wie an anderen Tagen auch. Dennoch gab es in den vergangenen Jahren vielerlei skurrile Meldungen an diesem speziellen Datum: PZ-news zeigt eine Auswahl der Vorfälle und anderer mehr oder weniger verbreiteter Formen des Aberglaubens.

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13.08.2010: Ein Franzose gewinnt am Freitag, den 13., im Lotto 13 Millionen Euro. Der 13. August war der einzige 13. in diesem Jahr, der auf einen Freitag fiel. Umfragen zufolge spielen an diesen angeblichen Unglückstagen mehr Menschen Lotto als sonst.

13.08.2010: Ein 13-Jähriger wird am Freitag, den 13., bei einem Flugfestival in Suffolk vom Blitz getroffen. Der Schüler erlitt jedoch nur eine leichte Verbrennung an der Schulter. Als Aufnahmezeit bei der Ambulanz wurde 13.13 Uhr notiert.

13.10.2006: Frau weg, Führerschein weg, Job weg: Das war die Tages-Bilanz eines Pechvogels aus dem westfälischen Soest an diesem Freitag, den 13. Nach seinem Scheidungstermin ertränkte der Mann seinen Kummer in Alkohol. Prompt wurde er am Steuer seines Wagens von der Polizei erwischt. Nachdem er den Verlust des Führerscheins dem Chef gebeichtet hatte, war auch sein Job als Kraftfahrer weg.

13.02.2004: Zum Glückstag wurde Freitag, der 13., für ein sechsjähriges Mädchen aus Dornbirn/Österreich. Das Kind stürzte nach Polizeiangaben aus etwa sechs Metern Höhe aus dem fahrenden Sessellift und prallte nur wenige Zentimeter neben den Betonsockel einer Liftstütze auf den Boden. Das Mädchen kam mit Prellungen davon.

Aber nicht nur am Freitag, dem 13., müssen sich abergläubische Menschen in Acht nehmen. Viele seit Jahrhunderten überlieferte Unglückszeichen haben sich bis heute erhalten. Einer Umfrage zufolge sieht es jeder vierte Deutsche als schlechtes Omen, wenn ihm eine schwarze Katze von links über den Weg läuft. Dass Spinne am Morgen Kummer und Sorgen bringt, glaubt jeder Achte. Mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden zu sein, gilt als Synonym für Pech oder schlechte Laune. Wer den linken Strumpf vor dem rechten anzieht, hat den ganzen Tag Pech.

Einen gefundenen Kamm bitte liegenlassen, denn Aufheben bringt Unglück. Um das zu vermeiden, sollte man auch keine spitzen Gegenstände vom Boden aufheben. Wenn jemand niest, sollte man ihm unbedingt «Gesundheit» wünschen, sonst droht ihm ein Unglück.

Wer mit den Zinken seiner Gabel sein Essen umrührt, darf sich nicht wundern, wenn er von Insekten gestochen wird. Isst man mit dem Löffel einer fremden Person, muss man schnell dreimal darauf pusten, um noch Unglück abzuwenden. Salz borgen soll ebenso Pech bringen wie das Verschütten von Salz. Auch wer mit den Fingern auf den Tisch klopft, ruft damit das Unglück herbei. Wer sich gar die Hände am Tischtuch abtrocknet, dem wachsen Warzen. Und wer nachts etwas auf dem Tisch liegenlässt, verbringt eine schlaflose Nacht.

Lassen sich Raben auf einem Hausdach nieder, wird einer der Bewohner krank. Nur durch dreimaliges Ausspucken kann man den bösen Zauber abwehren. Auch die Rufe von Käuzchen und Uhu künden von drohendem Unheil. Steht auf dem Maisfeld eine weiße Pflanze oder hat eine Rübe auf dem Acker weiße Blätter, droht der Familie des Bauern ein großes Unglück. Das Stehenbleiben einer Uhr gilt sogar als Hinweis auf einen bevorstehenden Todesfall.