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Einer der beiden Angeklagten steht neben seinem Anwalt im Landgericht Lüneburg. Weil sie das gemeinsame Kind nicht abtreiben lassen wollte, soll ein 23-Jähriger seine schwangere Freundin brutal zusammengeschlagen und fast erwürgt haben.
Freundin wegen Schwangerschaft fast zu Tode geprügelt © dpa
06.02.2014

Freundin wegen Schwangerschaft fast zu Tode geprügelt

Lüneburg. Weil sie das gemeinsame Kind nicht abtreiben lassen wollte, ist eine junge Frau aus Lüneburg am 31. August 2013 fast zu Tode geprügelt worden. Tatverdächtig ist ihr 23-jähriger Freund und ein Bekannter, die jetzt vor Gericht stehen.

Die beiden 23-jährigen Männer konnten Anfang September 2013 als dringend tatverdächtig festgenommen werden. Der Freund der jungen Frau soll sie am 31. August in den frühen Mittagsstunden zu einem gemeinsamen Spaziergang abgeholt haben. Sie sollen zu einem in der Nähe gelegen See gefahren sein, wo der Bekannte des 23-Jährigen schon gewartet haben soll. Zusammen sollen die Männer mehrfach mit einem Baseballschläger auf die Frau eingeschlagen und sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben.

Nach der Tat ließen die Täter die schwerverletzte schwangere Frau im Gebüsch zurück, wo sie in den Nachmittagsstunden durch eine aufmerksame Passantin gefunden wurde. Das Opfer erlitt multiple Verletzungen ist aber wie das ungeborene Kind wieder wohlauf

Nach intensiven Ermittlungen konnte die Polizei die beiden dringend tatverdächtigen Beschuldigten festnehmen und auch das mutmaßliche Schlagwerkzeug im Auto des einen Täters sicherstellen.

Wegen versuchten Mordes, versuchten Schwangerschaftsabbruchs und gefährlicher Körperverletzung müssen sich die beiden seit Donnerstag vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.