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Früherer Verfassungsschutz-Mitarbeiter sagt im NSU-Prozess aus.
Früherer Verfassungsschutz-Mitarbeiter sagt im NSU-Prozess aus © dpa
01.10.2013

Früherer Verfassungsschutz-Mitarbeiter sagt im NSU-Prozess aus

München. Im NSU-Prozess soll am Dienstag in München ein früherer Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes als Zeuge vernommen werden. Dieser hatte in einem hinteren Raum des Kasseler Internet-Cafés gesessen, während vorne der 21 Jahre alte Besitzer Halit Yozgat 2006 von den Rechtsterroristen erschossen wurde.

Seine Anwesenheit am Tatort war Anlass für viele Spekulationen, denn er meldete sich hinterher nicht bei der Polizei. Angeblich hatte er von dem Mordanschlag nichts mitbekommen. Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt. Die Anklage im NSU-Prozess geht nun davon aus, dass er zufällig am Tatort war.

Daneben soll am Dienstag auch der Vater von Halit Yozgat als Zeuge gehört werden. Er hatte seinen Sohn kurz nach dem Attentat tot hinter dem Tresen gefunden. Die Vernehmung des Vaters war eigentlich für Montag geplant. Sie wurde aber verschoben, weil sich die Befragung einer anderen Zeugin länger hinzog.