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Miriam Fuchs startet ihre neue Serie „Fuchs in the City“. Hier werden witzige und manchmal auch etwas heikle Themen präsentiert, die Sie normalerweise nicht in einer Tageszeitung vermuten würden.Seibel
Miriam Fuchs startet ihre neue Serie „Fuchs in the City“. Hier werden witzige und manchmal auch etwas heikle Themen präsentiert, die Sie normalerweise nicht in einer Tageszeitung vermuten würden.Seibel
21.09.2012

"Fuchs in the City": Nur ein kleiner Unterschied?

Sie glauben immer noch, dass es zwischen Männern und Frauen nur “den kleinen Unterschied” gibt? In meiner neuen Kolumne “Fuchs in the City” gehe ich dieser Frage nach. Und glauben Sie mir, es gibt einen ganzen Sack voll Unterschieden.

So etwas hat es früher nicht gegeben: „Fessle mich“, „Ich schau dir zu“, „Rote Fesseln“ und zuletzt „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ . Beim Streifzug durch eine Pforzheimer Buchhandlung entdecke ich Bücher, von denen es vor geraumer Zeit undenkbar gewesen wäre, dass sie demonstrativ im Regal der Bestseller herumliegen würden. Haben wir es etwa schon mit Emanzipation 2.0 zu tun?

Darüber, dass sich Männer und Frauen nur bedingt verstehen, manchmal sogar verschiedene Sprachen zu sprechen scheinen, haben Sie bereits in zahlreichen Ratgebern nachlesen können. Meine Kolumne hat nicht den Anspruch, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und Ihnen die Welt völlig neu zu erklären. Vielmehr möchte ich witzige und vielleicht auch etwas frivole Themen ansprechen, neue Denkanstöße geben und Ihnen etwas präsentieren, was Sie bisher nicht von einer Tageszeitung erwartet haben. Zugegeben, es wird sich bei “Fuchs in the City” wohl auch öfter nur um das Thema Frauen drehen und darum, was sie glücklich macht. Was macht zum Beispiel eine Single-Lady in Pforzheim? Wo geht sie aus? Wo tummeln sich die heißesten, noch zu habenden Männer in der Stadt? Und was heißt es eigentlich in der heutigen Zeit, eine Frau zu sein?

Männer müssen sich beispielsweise keinerlei Gedanken darüber machen, ob der Rock, den Sie am Morgen noch völlig schlaftrunken aus den Tiefen des Kleiderschrankes gezogen haben, für den Redaktionsalltag nicht doch eine Spur zu kurz geraten ist. Und ob die Höhe des Stilettos an Ihren Füßen die Grenze des guten Geschmacks bereits überschritten hat. Sogar hier gibt es für Frauen im Berufsleben klare Regeln. Mit jedem Zentimeter steigt die Gefahr, falsche Assoziationen in der Männerwelt zu wecken. Laut Knigge haben sich Business-Frauen in den USA an die magischen vier Zentimeter zu halten. Alles was drüber ist, wirkt billig.

Aber natürlich werde ich auch die Männer in meiner Kolumne nicht vergessen, denn heutzutage ist es keineswegs einfach, ein Mann zu sein: Frauen verlangen so ziemlich alles von ihnen. Hausmann soll er sein, super aussehen, eine Prise Macho darf er haben, aber er soll bitte auch sensibel sein und uns alle Wünsche von den Augen ablesen. Wir Frauen machen es den Herren nicht leicht. Auch eine Folge von Emanzipation 2.0?

Und wo wir schon bei der Emanzipation sind, darf natürlich Alice Schwarzer nicht unerwähnt bleiben. In ihrer Zeitschrift „Emma“ äußerste sie sich kürzlich zum Thema Intimrasur und stellte den schon fast irrwitzigen Zusammenhang her, dass junge Frauen in der heutigen Zeit äußerlich Pornodarstellerinnen nacheifern wollen und deswegen deren Look kopieren. Da schauen wohl ziemlich viele Frauen Pornos, wie mir scheint. Aber wir werden noch herausfinden, wie viele das tatsächlich sind.

Unter uns oute ich mich jetzt noch als eine von denen, die den Sado-Maso-Bestseller „Shades of Grey“ im Bücherregal herumstehen hat. Alles natürlich nur zu Recherche-Zwecken. Warum sich diese Art von Büchern gerade besonders gut verkauft, lesen Sie in eine der nächsten Folgen von „Fuchs in the City”. Miriam Fuchs

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