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Am Donnerstag hatte den Angaben zufolge ein Rettungswagen des DRK, der im Auftrag der Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik Großhansdorf bei Hamburg bringen sollte, an der Hinterachse einen Zwillingsreifen verloren.
Am Donnerstag hatte den Angaben zufolge ein Rettungswagen des DRK, der im Auftrag der Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik Großhansdorf bei Hamburg bringen sollte, an der Hinterachse einen Zwillingsreifen verloren. © Symbolbild dpa
30.12.2016

Gefährliche Sabotage: Gelockerte Radmuttern an Rettungswagen

Hamburg (dpa) - Mehrere Fälle, in denen jemand absichtlich Radmuttern an Rettungswagen gelockert haben könnte, beschäftigen die Polizei in Hamburg. Nach einem Verkehrsunfall haben die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz ihre Sicherheitsbestimmungen nun verschärft.

Es sei eine Anweisung an alle Fahrer von Rettungsfahrzeugen ergangen, den Sitz der Radmuttern häufiger zu prüfen, sagte Feuerwehrsprecher Werner Nölken am Freitag. Das DRK handelte genauso. Zudem seien Felgenschlösser bestellt worden, um derartige Manipulationen künftig zu verhindern, sagte DRK-Kreisvorstand Harald Krüger.

Am Donnerstag hatte den Angaben zufolge ein Rettungswagen des DRK, der im Auftrag der Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik Großhansdorf bei Hamburg bringen sollte, an der Hinterachse einen Zwillingsreifen verloren. Ein Rad habe ein anderes Auto getroffen, die 52 Jahre alte Fahrerin sei aber unverletzt geblieben.

In den vergangenen beiden Wochen habe es zwei ähnliche Vorfälle gegeben. Auch bundesweit seien mehrere Fälle dieser Art bekannt geworden, sagte Nölken. Eine technische Ursache schloss der Sprecher aus. Die Fahrzeuge würden regelmäßig in der Werkstatt gewartet.

Erst an Heiligabend hatte ein Fahrer der Kieler Feuerwehr festgestellt, dass an seinem Rettungswagen die Radmuttern des rechten Vorderrads gelockert waren. Die Hamburger Polizei hat noch keine weiteren Erkenntnisse. «Wir sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen», sagte ein Sprecher.

In Pforzheim seien Vorkommnisse dieser Art nicht bekannt, bestätigte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle gegenüber PZ-news.