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Geisterfahrer

© Symbolbild: dpa
30.05.2013

Geisterfahrer bei Massencrash aus Auto geschleudert

Ein 57 Jahre alter Geisterfahrer ist bei einem Unfall auf der A3 in Niederbayern getötet worden. Sechs weitere Fahrzeuge waren in den Unfall am frühen Donnerstagmorgen nahe der Anschlussstelle Iggensbach verwickelt. Der nicht angegurtete Falschfahrer wurde aus seinem Auto geschleudert und starb noch an der Unglücksstelle.

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Um 3:35 Uhr überholte ein 49-jähriger Mercedes-Sprinter-Fahrer bei Iggensbach einen niederländischen 40-Tonner-Lkw mit Anhänger. Während des Überholvorgangs bemerkten er und auch der 64-jährige niederländische Lkw-Fahrer die Lichter eines entgegenkommenden Fahrzeuges. Beide wichen daraufhin soweit möglich nach rechts in Richtung Standstreifen aus, konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass der Mercedes-Sprinter frontal mit dem Seat-Ibiza des Geisterfahrers zusammenstieß.

Ein hinter dem Mercedes-Sprinter fahrender Fiat-Kleintransporter eines 19-jährigen Fahrers stieß ebenfalls noch frontal mit dem Unfallverursacher zusammen. Ein wiederum nachfolgender 21-jährige BMW-Fahrer konnte noch rechtzeitig nach rechts ausweichen und streifte lediglich den Seat-Ibiza. Dieses Manöver gelang einem dem BMW folgenden 48-jährigen Renault-Fahrer nicht mehr. Dieser krachte ebenfalls frontal gegen das Geisterfahrer-Auto. Etwas zeitlich abgesetzt fuhr dann noch ein 43-Jähriger mit seinem Kleintransporter mit Anhänger über den aus dem Seat-Ibiza herausgerissenen Motorblock.

Der nicht angegurtete Geisterfahrer aus dem Landkreis Regensburg wurde bei dem Unfall aus seinem Seat geschleudert und blieb unter der Außenleitplanke liegen. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Alle übrigen Unfallbeteiligten waren angegurtet. Die Fahrer des Fiat-Kleintransporters und des Renault wurden leicht verletzt durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der Gesamtschaden bei dem Verkehrsunfall beziffert sich auf rund 80.000 Euro.

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