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21.02.2008

Gemeinden im Heckengäu wollen schnelles Internet

Wer am Bildschirm jedes Bit einzeln begrüßen kann, hat am Internet keine Freude. Für Firmen in kleinen Orten geht es bisweilen um die Existenz – sie kommen ohne schnelle Verbindung zur Datenautobahn nicht mehr aus. Es ist also gut, dass die Landesregierung 20 Millionen Euro in einen Fördertopf für Breitbandanschlüsse im ländlichen Raum gesteckt hat. Es ist aber schlecht, dass die Ministerialbürokratie nicht an die praktische Umsetzung gedacht hat.

Das neue Medium Internet funktioniert nicht so wie der Straßenbau. Das Vergaberecht setzt für Bauleistungen den richtigen Rahmen, für die Datenautobahn taugen diese rechtlichen Hürden aber nicht. Sie schränken den Spielraum einer Gemeinde, die ihren Bürgern und Geschäftsleuten gute Onlinebedingungen schaffen will, extrem stark ein. Hinzu kommt, dass es zwar Wettbewerb gibt, die Telekom als ehemaliger Monopolist jedoch weiter Herr ist über die Telefonleitungen und damit über das schnelle T-DSL. Die Telekom wäre gut beraten, den Gemeinden zur Seite zu stehen statt im Heckengäu von jeder Kommune andere Preise zu verlangen.