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Erick Munoz (Mitte), Ehemann der im Koma liegenden, schwangeren Marlise Munoz, im Blickpunkt der US-Medien: Er hatte darum gebeten, seine künstlich am Leben gehaltene, aber hirntote Frau sterben zu lassen.
Erick Munoz (Mitte), Ehemann der im Koma liegenden, schwangeren Marlise Munoz, im Blickpunkt der US-Medien: Er hatte darum gebeten, seine künstlich am Leben gehaltene, aber hirntote Frau sterben zu lassen. © dpa
25.01.2014

Gericht: Schwangere Koma-Patientin in Texas darf sterben

Eine schwangere Koma-Patientin in den USA, die über Wochen gegen den Willen der Angehörigen künstlich am Leben gehalten worden ist, kann nach einem Gerichtsbeschluss sterben. Ein Gericht in Texas ordnete an, dass die Ärzte am Montagabend (Ortszeit) die lebenserhaltenden Maßnahmen für die 33-jährige hirntote Marlise Muñoz abschalten sollen.

Das berichtete die „New York Times“. Bereits zuvor war festgestellt worden, dass der Fötus schwer deformiert ist. Der Fall hat in den USA eine Debatte über Sterbehilfe ausgelöst.

Die Frau ist in der 22. Schwangerschaftswoche. Zuvor hatten die Ärzte argumentiert, das Gesetz in Texas verbiete es, bei Schwangeren lebenserhaltende Maßnahmen zu kappen. Dagegen meinte das Gericht den Angaben zufolge, dass die Frau bereits tot sei. Das entsprechende Gesetz habe für den vorliegenden Fall keine Gültigkeit.

Die Frau brach im November in ihrer Küche vermutlich wegen einer Lungenembolie zusammen. Ärzte in Fort Worth (Texas) erklärten sie kurz danach für hirntot. Die Eltern kämpfen seit Wochen um das Recht ihrer Tochter, zu sterben. Die Angehörigen sagten, Muñoz habe nie lediglich von medizinischer Technologie am Leben gehalten werden wollen.