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Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) neben ihren Anwälten Anja Sturm und Wolfgang Heer: Vor dem Oberlandesgericht wird am Donnerstag der Prozess um die Morde und Terroranschläge des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) mit der Untersuchung des Umfelds der ermordeten Polizistin fortgesetzt.
Die Angeklagte Beate Zschäpe (Mitte) neben ihren Anwälten Anja Sturm und Wolfgang Heer: Vor dem Oberlandesgericht wird am Donnerstag der Prozess um die Morde und Terroranschläge des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) mit der Untersuchung des Umfelds der ermordeten Polizistin fortgesetzt. © dpa
30.01.2014

Gericht untersucht heute im NSU-Prozess Umfeld ermordeter Polizistin

Im NSU-Prozess will sich das Oberlandesgericht München an diesem Donnerstag mit den Ermittlungen zum Umfeld der in Heilbronn ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter befassen. Während der Ermittlungen hatte es Spekulationen gegeben, ob die aus Thüringen stammende Frau möglicherweise Personen aus dem Umfeld des NSU kannte.

Ganz in der Nähe von ihrem Heimatort betrieb der Schwager des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben eine Gaststätte. Nach den Ermittlungen des Bundeskriminalamts hatte Kiesewetter aber keine Kontakte in die rechte Szene.

Die Bundesanwaltschaft hält Kiesewetter und ihren Kollegen Martin A. für "Zufallsopfer" - die Terroristen hätten sie als Vertreter des ihnen verhassten Staates angegriffen. Laut Anklage führten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 25. April 2007 das Attentat auf zwei Polizisten in Heilbronn aus. Kiesewetter starb noch am Tatort. Sie wurde 22 Jahre alt. Ihr Kollege, damals 24, überlebte schwer verletzt.