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Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX der Fluggesellschaft Germanwings. Das Bild entstand auf dem Flughafen in Düsseldorf nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine in Frankreich.
Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX der Fluggesellschaft Germanwings. Das Bild entstand auf dem Flughafen in Düsseldorf nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine in Frankreich. © dpa
06.05.2015

Germanwings-Absturz: Copilot soll schon beim Hinweg auf Sinkflug geschaltet haben

Der Copilot des abgestürzten Germanwings-Fliegers hat einem Medienbericht zufolge bereits auf dem Hinweg nach Barcelona einen Sinkflug ausgelöst. Das minutenlange Manöver sei flugtechnisch unbegründet gewesen, berichtete die «Bild»-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf das Umfeld der französischen Flugsicherheitsbehörde Bea. Das habe die Auswertung des Flugdatenschreibers ergeben.

Eine Sprecherin der Untersuchungsbehörde bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass am Mittwochmittag ein Zwischenbericht zum Absturz im Internet veröffentlicht werden soll. Zu den Inhalten des Berichts wollte sie sich vorab nicht äußern.

Bei dem Absturz der Maschine am 24. März waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Darunter waren nach Angaben des Auswärtigen Amts 72 Deutsche. Der Airbus war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als es in den französischen Alpen zur Katastrophe kam. Der Copilot wird verdächtigt, das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht zu haben. Deutschland hatte am 17. April eine Trauerfeier im Kölner Dom abgehalten.

Einsatzkräfte hatten Anfang April den Flugdatenschreiber gefunden. Der Copilot informierte sich vor dem Absturz der Maschine im Internet über Möglichkeiten der Selbsttötung. Außerdem suchte er nach Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren. Am Tag der Katastrophe war der Mann krankgeschrieben, was er aber offenbar verheimlichte.