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Eine 15-Jährige Realschülerin aus Stuttgart wurde Opfer eines überzogenen Schülerstreichs. Foto: dpa
Eine 15-Jährige Realschülerin aus Stuttgart wurde Opfer eines überzogenen Schülerstreichs
31.03.2012

Gift in Cola: 15-Jährige nach Schülerstreich im Krankenhaus

Stuttgart. Ein 15-jähriger Realschüler aus Stuttgart hatte am Freitagvormittag ein centgroßes Kupfersulfatstück unbemerkt in die Colaflasche einer gleichaltrigen Mitschülerin geworfen, offenbar ohne sich dabei um die möglichen Gesundheitsrisiken im Klaren zu sein.

Das 15-jährige Mädchen bemerkte jedoch sofort, dass die Cola nicht wie gewöhnlich schmeckte und nahm so nur eine geringe Menge des giftigen Stoffes zu sich. Als sie über Unwohlsein klagte, veranlasste die Schule den Transport in eine Klinik, wo die behandelnden Ärzte sofort die Verlegung auf eine so genannte Giftstation anordneten. Wegen der ätzenden Wirkung des Sulfats konnte Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Durch das rasche Eingreifen der Mediziner besserte sich der Gesundheitszustand des Mädchens rapide, so dass sie noch am Abend auf eine „normale“ Station verlegt werden konnte. Der Tatverdächtige hatte das Kupfersulfat nach dem Chemieunterricht mitgenommen, ohne dass dies dem Chemielehrer aufgefallen war.

Nach Abchluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er seinen Eltern übergeben. Er wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Seinen Angaben zufolge war er sich der Tragweite zu keiner Zeit bewusst gewesen. Er hatte sich nur einen Scherz erlauben wollen und sich vorgestellt, dass das Mädchen möglicherweise eine blaue Zunge hätte bekommen sollen.

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