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07.02.2013

Glööckler reist mit "Sisi" zum Wiener Opernball

Wien. Mit seinem Auftritt beim Wiener Opernball wollte Designer Harald Glööckler (47) die österreichische Kaiserin Elisabeth «Sisi» feiern. Denn zwischen der historischen Monarchin und ihm gebe es Gemeinsamkeiten, sagte Glööckler der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Wien.

PZ: Wie kamen Sie auf die Idee, zum Opernball zu kommen?

Glööckler: «Ursprünglich war einfach geplant, dass wir zum Opernball gehen. Wir bekamen dann auch sehr schnell eine gute Loge angeboten, weil man sich auch sehr freute auf Harald Glööckler offensichtlich. Dann ist es, wie wenn eine Prinzessin aus dem Königshaus sagt: "Ich gehe mal einkaufen." Dann geht es los: Es beginnen die ganzen Sicherheitsmaßnahmen, das Drumherum. Dann wird das eine Planung, die fast so schlimm ist wie eine Raumfahrt zum Mond.»

PZ: Sie erwähnten im Vorfeld immer wieder Kaiserin Sisi, was fasziniert sie an der Frau?

Glööckler: «Ich bin ein großer Fan von Kaiserin Sisi, die eine extravagante und außergewöhnliche Persönlichkeit war. Auf einer Seite sehe ich auch ein bisschen Parallelitäten zu mir. (...) Sie war im selben Maße traditionell und konservativ, wie sie eine Rebellin war und aus Normen ausbrechen wollte und Grenzen überschritten hat. Wie ich das auch mache, aber immer mit Stil. Ich habe mir gedacht, die Wiener lieben ihre Sisi, und wenn ich nun mit Xenia Prinzessin von Sachsen eine Prinzessin aus einem königlichen Haus dabei habe, dann würde es sich doch anbieten, wenn ich sie als Kaiserin Sisi inszeniere.»

 

PZ: Glauben Sie, dass Ihre Inszenierung für Teile der Wiener Gesellschaft zu groß und zu wenig traditionell sein könnte?

Glööckler: «Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich weiß auch nicht, was das für eine große Inszenierung ist. Jeder inszeniert sich auf seine Art. Alle Frauen legen die tollsten Kleider und die tollsten Geschmeide an. Ich glaube nicht, dass diese Inszenierung für Wien, das eine Monarchie über Jahrhunderte erlebt hat, zu groß ist, nur weil ich in einer Kutsche erscheine.»

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