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Stormi hat mittlerweile ihr eigenes Gehege im Zoo in Magdeburg. Gabbert
Stormi hat mittlerweile ihr eigenes Gehege im Zoo in Magdeburg. Gabbert
Weil ihre Mutter Stormi nicht annehmen wollte, wurde das Tigermädchen von Hand aufgezogen.
Weil ihre Mutter Stormi nicht annehmen wollte, wurde das Tigermädchen von Hand aufgezogen.
05.11.2017

Großes Kätzchen wird erwachsen

n Tiger Stormi wurde im Zoo in Magdeburg geboren. Nun wird sie groß – und soll bald umziehen.

Magdeburg. Stormi ist im Magdeburger Zoo gerade in ein Übergangsgehege gezogen. Dort können Besucher das Tigermädchen, das langsam erwachsen wird, mit ein wenig Glück sehen. Für Tierpflegerin Petra Oppermann heißt es Abschied nehmen. Sie hat Stormi in den vergangenen Monaten zu Hause mit der Flasche großgezogen. Das Tigermädchen wurde im Magdeburger Zoo im Juni während eines Sturms geboren. Darum heißt es Stormi.

Für Tigermutter Kimberly war es die erste Geburt. Aber sie wollte ihr Junges nicht annehmen. Das kommt bei unerfahrenen Tigerinnen immer mal wieder vor, erklärt Zoodirektor Kai Perret. Bald war klar, dass Stormi mit der Flasche großgezogen werden muss.

Katzenklo für Tiger

Also zog die Kleine zu Petra Oppermann. Bei ihr bekam das Tierjunge auch nachts seine Flasche. Tiger sind große Katzen und genauso sauber wie Hauskatzen. Es war kein Problem, Stormi an die Katzentoilette zu gewöhnen. Petra Oppermann konnte mit ihr an der Leine spazieren gehen. Aber das ist jetzt vorbei.

„Stormi weiß schon, dass sie ein richtiger Tiger ist“, sagt der Zoodirektor. „Sie spielt wie alle kleinen Katzen gern und benutzt dabei ihre Krallen und Zähne. Wenn sie mit den Krallen durch die Hose dringt, tut das ganz schön weh.“ Das Spielen gehört für alle kleinen Tiere zum Erwachsenwerden. So lernen sie, was sie später in der Natur brauchen.

Stormi wog 14 Kilogramm, als sie in den Zoo umzog. Sie wächst sehr gut und hat seitdem weiter zugenommen. Sie frisst auch schon Fleisch. Das wird aber noch klein geschnitten, damit sie es mit ihren Milchzähnen kauen kann.

Katzen brauchen viel Schlaf

In ihrem neuen Gehege wohnt Stormi alleine. Das ist aber für sie kein Problem. Ihre Pflegerin Petra Oppermann ist am Tage noch da. Außerdem schlafen Katzen sowieso viel. Dafür hat das Tigerjunge eine Schlafbox.

Stormi ist ein Sibirischer Tiger. Diese großen Raubkatzen sind in der freien Wildbahn sehr selten. Es gibt nicht einmal mehr 550 dieser Katzen. Darum sagen viele Experten: Es ist wichtig, dass Sibirische Tiger in Zoos gezüchtet werden. Auch Stormi soll später einmal Junge bekommen. Im nächsten Jahr soll sie in einen anderen Zoo in Europa umziehen.

Annette Schneider-Solis