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Gute Mischung: Die festen Bestandteile eines grünen Smoothie sollten zur Hälfte grüne Blätter und zur Hälfte Obst und Fruchtgemüse sein.
Gute Mischung: Die festen Bestandteile eines grünen Smoothie sollten zur Hälfte grüne Blätter und zur Hälfte Obst und Fruchtgemüse sein. © dpa-Archiv
26.06.2014

Grünes für das Wohlbefinden

Gemüse ist gesund, aber nicht jedermanns Sache. Wer sich mit dem Knabbern von Rohkost nicht anfreunden kann, sollte es mal mit einem grünen Smoothie versuchen: ein Getränk wie ein Fruchtshake – nur eben aus Gemüse.

Die Zubereitung ist einfach. Als Faustregel formuliert Burkhard Hickisch, Smoothie-Buchautor aus Berlin: Die festen Bestandteile eines grünen Smoothie sollten zur Hälfte grüne Blätter und zur Hälfte Obst und Fruchtgemüse sein. Grüne Blätter – das sind zunächst Salate aller Art. Feldsalat, Baby-Spinat und Blattsalate sind vergleichsweise neu-tral in ihrem Geschmack. Gerade Einsteiger sollten sie als Grundlage nehmen.

Hinzu kommen die Blätter von verschiedenen Kohlsorten, Radieschen, Sellerie und Roter Bete sowie das Grün von Karotten. Und dann sind da noch die Garten- und die heimischen Wildkräuter wie Löwenzahn und Giersch, Spitzwegerich und Klee, Brennnessel, Vogelmiere und Co.

Grüne Blätter sind wahre Gesundheitsbomben. Sie enthalten viele Ballaststoffe und zum Teil noch mehr Vitamine und Mineralstoffe als die eigentlichen Gemüse“, erklärt Hickisch. Hinzu kommen besondere Nährwerte. Erwähnenswert sind die vielen sekundären Pflanzenstoffe, Vitamin-A-Vorstufen sowie die Vitamine A, D, E und K“, ergänzt Laura Gross, Ernährungsberaterin bei der Verbraucher Initiative in Berlin.. Gesundheitlich wertvoll sind natürlich auch alle weiteren Zutaten. Ihre Hauptaufgabe ist jedoch, den herb-bitteren Geschmack der grünen Kreationen zu mildern. Dafür kommen Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika oder Gurke und vor allem Obst zum Einsatz. Eine gute „Allzweckwaffe“ ist die Banane. Sie sorgt für eine weiche Sämigkeit und hat mit ihrem leichten Vanille-Aroma viel Kraft, unliebsame Geschmäcker zu überdecken, und macht außerdem satt.“

Damit Blätter, Obst, Fruchtgemüse und Wasser auch tatsächlich „smooth“ werden, also eine glatte, weiche Masse ergeben, werden sie püriert. Empfehlenswert ist, in einen Powermixer mit mindestens 30 000 Umdrehungen pro Minute zu investieren. Je mehr Power das Gerät hat, umso feiner werden Blätter, aber auch Kerne und zähe Schalen. Und so werden die Zellwände besser aufgeschlossen.

Ganz unten hinein kommen die Fruchtgemüse, dann die Blätter und schließlich das Wasser. Die Zutaten sollen möglichst fein, aber nicht erhitzt werden. Deshalb heißt es aufpassen: Mit einem Powermixer hat man nach fünf Minuten eine heiße Suppe. Genauso schnell, wie auf diese Weise große Mengen an gesunder Rohkost verarbeitet werden, sind sie auch verzehrt.

Grüne Smoothies sind auch im Kontext des Conveni-ence-Trends zu sehen: Essen muss sich in den durchgeplanten Tagesablauf einpassen“, urteilt Trendforscher Janszky. Diese Entwicklung mache auch vor der gesundheitsbewussten Zielgruppe nicht halt..