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Rund 20.000 Besucher und viele verkaufte Autos - die veranstaltenden Autohändler sind mit dem 25. Pforzheimer Automarkt zufrieden. Viele Besucher hätten den 250-Euro-Gutschein aus der "Pforzheimer Zeitung" für einen Einkauf genutzt, sagte Automarkt-Sprecher Fritz-W. Pohl. Foto: Seibel
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Gut beraten  gleich vor Ort. Zahlreiche Verkäufer und Autoexperten standen zur Verfügung.
Gut beraten gleich vor Ort. Zahlreiche Verkäufer und Autoexperten standen zur Verfügung.
09.03.2008

Gute Resonanz auf die größte Autoschau der Region

PFORZHEIM. Sparsam und trotzdem sportlich: Diese Botschaft geht vom 25. Pforzheimer Automarkt aus. Mit über 40 Ausstellern und rund 780 Fahrzeugen präsentierte sich der Markt als die mit Abstand größte Autoschau der Region.

Die Interessen-Gemeinschaft der Pforzheimer Autohäuser gab wieder ein gutes Beispiel für das gemeinsame Ziehen an einem Strang in einem hart umkämpften Markt. Fritz Pohl, Leiter der Niederlassung Pforzheim der Schwabengarage, eröffnete in den Ausstellungsräumen des Volkswagen-Zentrums Rösch den Automarkt und führte eloquent durch das Jubiläums-Programm, wobei sich die Veranstaltung zu einem Fest für die ganze Familie entwickelte. Es gab ein Karussell, eine Hüpfburg, eine Miniauto-Rennbahn, ein Glücksrad, einen Malwettbewerb in Zusammenarbeit mit der PZ sowie „Clown Josh“ mit seinem Mitmachzirkus als Attraktionen für die Kinder.

Pohl erinnerte an den ersten Pforzheimer Automarkt im Jahr 1984, als in Deutschland die Anschnallpflicht eingeführt wurde. Er nannte diesen ersten Automarkt einen Beweis für die gute Idee, dass jeder erste Schritt etwas Großes ins Rollen bringt. Bürgermeister Alexander Uhlig (CDU) lobte das Engagement der Interessengemeinschaft Pforzheimer Autohäuser und nannte den Automarkt eine Veranstaltung, die aus dem Termin-Kalender der Goldstadt nicht mehr wegzudenken sei.

Uhlig kündigte das Einführen einer Umweltzone für den 1. Januar 2009 in Pforzheim an und stellte die Sinnhaftigkeit der Herausnahme der Bundesstraßen aus dieser Umweltzone in Frage. Die Stadt gebe rund 40.000 Euro aus, um 235 Hinweisschilder auf diese Umweltzone zu installieren, deren Symbolik allerdings zu begrüßen sei.

„Keine Denkverbote“

Uhlig kündigte an, jede Möglichkeit zu nutzen, um Verkehrsknoten in Pforzheim zu Kreisverkehren umzugestalten. Außerdem werde bis zum Jahr 2009 ein neuer Verkehrsentwicklungsplan erstellt, da der alte aus dem Jahr 1975 datiert. Als Leitbild für die Verkehrsdiskussion nannte Uhlig das Bevorzugen des Umweltverbundes, wobei mit der Mobilität sparsam umzugehen sei. „Baulich legen wir uns keine Denkverbote auf und ziehen zum Beispiel auch Untertunnelungen in Betracht“, so Uhlig.

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Mappus, nannte den Pforzheimer Automarkt „die kleine IAA“ und „ein erprobtes Erfolgsmodell“. Diese gemeinsame Initiative der verschiedenen Autohäuser sei bemerkenswert. Im Autoland Nummer 1 in Europa, in Baden-Württemberg, bleibe das Kraftfahrzeug Hauptverkehrsträger und Kulturgut. Rund 450 000 Arbeitsplätze hingen hier direkt am Auto, wobei die Branche im Land jährlich rund 80 Milliarden Euro erwirtschafte.

„Unsere Automobilwirtschaft ist die Schlüsselindustrie des mittelständischen Unternehmertums und der treibende Motor im Innovationsland Baden-Württemberg.“ Auch in den Bereichen Forschung, Wissen und Bildung habe Baden-Württemberg, ein „Land mit Forschungsexzellenz“, die Nase vorn. Mappus kritisierte Pläne aus Brüssel, bei denen unter dem Dach eines Flottenverbunds verschiedene Automarken beim klimaschädlichen Ausstoß gegengerechnet würden. Ein solches Gesetz benachteilige die baden-württembergischen Autohersteller. Stattdessen forderte er modellneutrale Regelungen, die den Wettbewerb nicht verzerren.

Gewinner des Malwettbewerbs

Jürgen Kellenberger, Obermeister der Kfz-Innung Pforzheim-Enzkreis, machte auf die verschiedenen Aktivitäten der Innung beim Automarkt aufmerksam und sprach auch den Kinder-Malwettbewerb zum Thema „Mein Traumauto“ an. Die Preisverleihung fand gestern im Zelt der Innung statt. Es gewannen die Kinder Felix vom evangelischen Kindergarten der Matthäusgemeinde, Maja vom evangelischen Kindergarten in Remchingen sowie Urs vom Kindergarten Wimsheim. Buch-Sonderpreise erhielten Marques Malte (Tiefenbronn-Mühlhausen), Simon (Schömberg-Oberlengenhardt) und Lukas (Ispringen). Zu gewinnen gab es Verkehrserziehungs-Sets, Bobbycars, Signalwesten und Reflektoren. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Verkerhserziehungsmaßnahme der Polizei.

Die Mitbegründer des Automarkts, Theo Stefan und Horst Lauterbach, ließen die Anfangsjahre Revue passieren, in denen erstmals ein Gemeinschaftsgefühl und gute Partnerschaft entstanden sei. Mit einer Jubiläums-Gedenkmedaille für ihre ehrenamtliche Arbeit für die Interessensgemeinschaft der Pforzheimer Autohäuser wurden Roman Rösch und Klaus Busch geehrt.

Die Innung informierte über das Thema „Feinstaub-Verordnung“ im Hinblick auf Inhalte, Fahrverbote und Nachrüst-Möglichlichkeiten der Fahrzeuge. Zum Thema „Alternative Kraftstoffe und Antriebe“ wurden beispielhaft je ein Erdgas-, Flüssiggas- und ein Hybridfahrzeug gezeigt. Die „Sparkasse Pforzheim Calw“ gab als traditioneller Partner des Automarktes Informationen rund um das Thema Finanzen. Die Polizei setzte einen Überschlag_Smulator ein, um zu zeigen, welche Kräfte dabei frei werden. Der „Abschleppservice Hammel“ simulierte Fahr- und Unfallsituationen am praktischen Objekt.

Im westlichen Bereich des Messplatzes waren auch historische Traktoren ( „Lanz Glühkopf“ und andere) zu bewundern – und auch deutlich zu hören. Verschiedene Organisationen standen für Auskünfte im Bereich Umweltschutz, Gutachterfragen, Unfallabwicklung und weiteren allgemeinen technischen Fragen zur Verfügung. Wie jedes Jahr erfreuten sich auch die Darbietungen durch spektakuläre Trial-Fahrer großer Beliebtheit und sorgen für Gesprächsstoff rund ums Zweirad.