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© DPA-Symbolbild
16.02.2016

Hackerangriff auf IT-Systeme - Polizei sieht Massenphänomen

Freiburg (dpa/lsw) - Nach Hacker-Angriffen auf Unternehmen hat die Polizei zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. IT-Systeme seien verstärkt Cyber-Attacken von außen ausgesetzt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Freiburg. Unternehmen und auch andere Einrichtungen sollten sich schützen und ihre Datensysteme gegen solche Angriffe sichern. Zudem sollten sie bei Verdachtsfällen sofort die Polizei einschalten. Spezialermittler der Polizei machten sich dann auf die Suche nach den Tätern. Dies sei jedoch schwierig, weil es sich meist um global agierende Kriminelle handele. Verlässliche Zahlen, wie häufig es zu solchen Straftaten kommt, gebe es nicht.

Ausgelöst hat die Debatte ein mittelständischer Reifenhändler im badischen Herbolzheim (Kreis Emmendingen). Sein IT-System war einem Bericht der «Badischen Zeitung» zufolge von unbekannten Erpressern gehackt worden. Ähnliche Angriffe und Erpressungsversuche waren zuletzt bei mehreren Kliniken in Nordrhein-Westfalen sowie in einer Arztpraxis in Baden-Württemberg bekannt geworden. Die IT-Systeme der Praxis und Kliniken waren daraufhin tagelang außer Betrieb gewesen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein nannte Cyber-Attacken, ebenso wie die Polizei, ein Massenphänomen. Den Unternehmen, deren IT mit einem Virus angegriffen und beschädigt werden, entstünden hohe Schäden, weil die Datensysteme oft tagelang ausfielen und wertvolle Daten verloren gingen. Meist versuchten die Täter, Geld zu erpressen. Die Polizei warnte davor, zu zahlen.