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Weil er seine zehnjährige Cousine unter Androhung von Selbstmord zu Sex gezwungen hat, wurde ein Judotrainer zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Weil er seine zehnjährige Cousine unter Androhung von Selbstmord zu Sex gezwungen hat, wurde ein Judotrainer zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. © Symbolbild: dpa
21.09.2012

Haft: Mit Selbstmord gedroht und zehnjährige Cousine zu Sex gezwungen

Nach vier sexuellen Übergriffen auf seine zehnjährige Cousine muss ein Berliner Judo-Trainer für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Vor dem Landgericht in der Hauptstadt hatte der 27-Jährige die Vorwürfe gestanden und bereut. Der offenbar in das Mädchen verliebte Mann hatte sich in seiner Wohnung an dem Kind vergangen. Er hatte der Cousine angedroht, wenn sie nicht mitmache oder ihn verrate, werde er sich von einer Brücke in den Tod stürzen.

Die Situation war unvorstellbar schrecklich für das Mädchen, wie Richterin Iris Berger urteilte. Einem Kind die Verantwortung für den Tod zu übertragen, sei perfide. Mit seinem Verhalten habe der Verurteilte sehr große Schuld auf sich geladen, sagte Berger.

Das Mädchen erlitt Weinanfälle und Bauchschmerzen, musste wegen Übelkeit ins Krankenhaus. Inzwischen hat sich die Schülerin einigermaßen erholt. Der 27-Jährige hatte die Cousine trainiert. Bei Übernachtungen in seiner Wohnung im Stadtteil Spandau kam es hinter verschlossener Tür zum sexuellen Missbrauch.

Das Geständnis des Angeklagten ersparte dem Mädchen Aussagen vor Gericht. Die Mutter hatte den Mann im April angezeigt, nachdem sie auf dem Handy der Tochter SMS mit Liebesbotschaften entdeckt hatte. dpa

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