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Die Nachwuchs-Journalisten mit den Imkern (hinten).
Die Nachwuchs-Journalisten mit den Imkern (hinten).
30.03.2017

Heckengäuschule zu Gast beim Imker: Echter Wiernsheimer Honig

Wiernsheim. Fast jeder liebt ein Frühstücksbrot mit leckerem Honig. Da wollten wir einmal wissen, wie die süße Köstlichkeit eigentlich hergestellt wird. Dazu befragten wir den Wiernsheimer Imker Herrn Pauli, der die Imkerei schon seit zehn Jahren nebenberuflich ausübt. Er entdeckte in der 4. Klasse sein Interesse für die Bienen. Jedoch wollte seine Mutter nicht, dass er Imker wird. Vor 20 Jahren las Herr Pauli dann in der Zeitung, dass die Imkerei ausstirbt und so beschloss er, Imker zu werden.

Herr Pauli hat zur Zeit insgesamt acht Bienenvölker, zu einem Bienenvolk gehören je eine Königin mit insgesamt 5000 Drohnen (männliche Bienen). Im Frühjahr findet die Paarung statt, die Königin macht einen Hochzeitsflug und paart sich mit den Drohnen. Sie lebt etwa sechs Jahre und die Drohnen sechs Monate. Die Arbeiter leben unterschiedlich lang, im Sommer etwa zwei Wochen und im Winter sechs Monate. Die Königin legt rund 2000 Eier am Tag. Bienen halten keinen Winterschlaf, sie sammeln das ganze Jahr über Nektar. Für den Winter wird davon ein großer Vorrat angelegt. In einem Jahr sammelt ein Bienenvolk so ungefähr zehn Kilogramm Nektar.

Der Nektar landet im Bienenmagen, dort wird er mit körpereigenen Stoffen vermischt. Dann würgt die Biene diese Flüssigkeit wieder hervor und lagert sie in Waben. Die Bienenwaben sind aus Wachs, dort reift dann der Honig. Reif ist der Honig erst, wenn der Wassergehalt geschrumpft ist, hierzu wedeln die Bienen mit den Flügeln bis eine bestimmte Wärme entsteht (rund 30 Grad) und das Wasser verdampft. Wenn der Wassergehalt geschrumpft ist kann der Honig geerntet werden.

Hierzu wird die Honigwabe von einem Bienenvolk weggenommen und durch eine leere ersetzt. Die Waben werden dann von Herrn Pauli mit einer Honigschleuder geschleudert. Der geschleuderte Honig wird dann noch gesiebt und gerührt.

Für ein Glas Bienenhonig müssen etwa 4000 Bienen (fast ein Bienenvolk) zirka 75000 Kilometer zurücklegen.