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02.12.2009

Heute vor 59 Jahren

Heute vor 58 Jahren stand diese Schlagzeile in der "Pforzheimer Zeitung": Eutingen will der Schulraumnot Herr werden - Gemeinderat tagte mit der Lehrerschaft - Zunächst sollen zwei Räume freigemacht werden

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Eutingen. Am Freitag saßen Gemeinderat und Lehrerschaft beisammen, um die bereits bei einem Elternabend diskutierte Frage über die Linderung der Schulraumnot zu besprechen. Bürgermeister Zorn wies mit allem Nachdruck darauf hin, daß sich der Abend durch Sachlichkeit, aber auch durch eine gesunde Kritik auszeichnen möge. Eine Elternversammlung in der damaligen Form dürfe unter keinen Umständen sich wiederholen. Letzten Endes könne nur ein Meinungsaustausch zwischen Lehrerschaft und Gemeinderat die Ausgangsbasis für eine Besserung der schulischen Verhältnisse schaffen.

Der kommissarische Leiter der Schule, Herr Riemensperger, gab im Namen der Lehrerschaft seiner Freude darüber Ausdruck, daß diese Zusammenkunft ermöglicht worden sei. Er führte u.a. aus, daß an Ostern kommenden Jahres praktisch zwei Jahrgänge schulpflichtig werden.

Die Unterrichtung der zur Zeit die Schule besuchenden 576 Schüler und Schülerinnen sei dann nicht nur ernstlich gefährdet, sondern faktisch unmöglich. Pfarrer Schlesinger stellte zwei präzise Fragen, nach denen die Schulraumangelegenheit behandelt werden solle. 1. Sind wir der Überzeugung, daß die Schulsäle zur Unterrichtung genügen? 2. Bei Verneinung: was können wir tun, um dieser Raumnot Herr zu werden?

Nach kurzer Einsicht des Stunden- und Belegungsplanes mußte allgemein festgestellt werden, daß die Klassenzimmer voll ausgenützt sind. Selbst bei Verlegung einzelner Stunden läßt sich eine fühlbare Erleichterung in der Raumfrage nicht erreichen. Die Überprüfung des Planes durch den Kreisschulrat erfolgte ohne Beanstandung.

Nachdem verschiedene Vorschläge gemacht wurden, kam man überein, daß als erstes die zur Zeit noch vermietete Wohnung, ein großer Raum im Schulhaus, geräumt werden müsse. Bezüglich eines anderen, zur vorübergehenden Benutzung geeigneten Raums wurde der Bürgermeister beauftragt, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Im übrigen wird man seitens der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats bemüht sein, der Schule die Hilfe angedeihen zu lassen, wie sie sich unter den obwaltenden Umständen ermöglichen läßt. fk.