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Bei einer Gasexplosion in Argentinien ist ein Haus eingestürzt. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben. © dpa
08.08.2013

Hochhaus in Argentinien stürzt nach Gas-Explosion ein - zehn Tote

Rosario. Bei einer Gas-Explosion in einem Hochhaus in der argentinischen Großstadt Rosario sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Rund 80 Rettungshelfer suchen unter den Trümmern nach zwölf noch vermissten Bewohnern. Über 60 Menschen wurden bei dem Unglück am Dienstag verletzt, teilten die Behörden mit.

Bildergalerie: Gasexplosion: Tote nach Hauseinsturz

Das zehnstöckige Gebäude stürzte ein. Die Bergungsarbeit müsse unter äußersten Vorsichtsmaßnahmen vorangetrieben werden, da zwei anliegende Hochhäuser ebenfalls einstürzen könnten, berichtete die lokale Zeitung «La Capital» am Mittwoch.

Die Explosion war noch in vier Kilometern Entfernung zu hören. Erst vier Stunden nach der Explosion konnte die Gaszufuhr unterbrochen und der entstandene Brand gelöscht werden. Nach ersten Berichten war der Heizkessel des Gebäudes explodiert.

Bürgermeisterin Mónica Fein erklärte jedoch, dass vor wenigen Tagen eine undichte Gasanlage repariert worden sei. Es werde untersucht, ob dies in Verbindung mit der Explosion stehe. Der Hausmeister des Gebäudes erklärte, ein Gasinstallateur habe im Untergeschoss versucht, ein Druckventil zu reparieren, ohne den Hochdruck-Gaszugang zu schließen. Als das Gas in großen Mengen ausbrach, sei der Installateur geflüchtet. Am Dienstagabend wurde er festgenommen.

Die Sicherheitsbehörden gaben an, dass in den zehn Minuten unmittelbar vor der Explosion drei Notanrufe empfangen worden seien, in denen über eine starke Gaskonzentration vor dem Gebäude gewarnt wurde. Der letzte Anruf wurde durch die Detonation unterbrochen. Das Gas habe sich anscheinend in den Garagen des Untergeschosses oder in dem Aufzugsschacht akkumuliert, wo dann ein elektrischer Funke die Zündung verursachte, erklärte der argentinische Sicherheitssekretär Sergio Berni.

Ein Taxifahrer, der kurz nach der Explosion fünf Menschen aus dem Gebäude rettete, erklärte, er habe auch ein etwa achtjähriges Mädchen gefunden, das ihren Hund umarmend gestorben war.

Das dicht besiedelte Rosario ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Argentiniens. Sie liegt 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires.