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Dieses Bild von CCTV, zur Verfügung gestellt von der Habertürk-Zeitung, zeigt einen Mann mit gezogener Pistole vor dem R
Dieses Bild von CCTV, zur Verfügung gestellt von der Habertürk-Zeitung, zeigt einen Mann mit gezogener Pistole vor dem Reina-Nachtclub in Istanbul. Foto: Haberturk Newspaper
02.01.2017

IS reklamiert Terrorangriff in Istanbul für sich

Istanbul (dpa) - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für den verheerenden Angriff auf eine Silvesterfeier in einem Nachtclub in Istanbul übernommen. Ein «Soldat des Kalifats» sei für die Tat in der türkischen Millionenmetropole verantwortlich, hieß es in einer IS-Erklärung.Zwei der 39 Getöteten kamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes aus Bayern. Einer davon habe die deutsche und die türkische, der zweite nur die türkische Staatsangehörigkeit besessen, sagte ein Sprecher. Drei Deutsche seien bei dem Terrorangriff verletzt worden.

Die Echtheit des IS-Bekennerschreibens ließ sich zunächst nicht überprüfen. Der IS hat in Teilen des Iraks und Syriens ein Kalifat ausgerufen. Bei dem

Terrorangriff auf eine Silvesterparty in dem bekannten Club Reina waren 39 Menschen getötet worden, darunter mindestens 26 Ausländer. Die meisten der getöteten Ausländer stammten aus arabischen Ländern. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, auch unter den 69 Verletzten seien mehrere Ausländer.

Mindestens ein bewaffneter Angreifer war kurz nach Anbruch des neuen Jahres in den exklusiven Club am Bosporusufer eingedrungen und hatte wahllos das Feuer auf Hunderte Feiernde eröffnet. Dem Täter gelang die Flucht. Anti-Terror-Polizisten nahmen am Montag in Istanbul im Zusammenhang mit dem Angriff acht Verdächtige fest, wie Anadolu berichtete. Der Angreifer sei aber nicht darunter.

In dem Bekennerschreiben hieß es: «In Fortsetzung der gesegneten Operationen des Islamischen Staates gegen die Beschützerin des Kreuzes, die Türkei, hat einer der

heldenhaften Soldaten des Kalifats gegen den berühmten Nachtclub zugeschlagen, wo die Nazarener (Christen) ihr polytheistisches Fest feiern. Er hat sie mit Handgranaten und seiner automatischen Waffe angegriffen und ihre Feiern in Trauer umgewandelt.»

Der Angreifer hatte das Feuer mit einer automatischen Waffe eröffnet. Von einem Einsatz von Handgranaten bei dem Angriff ist von offizieller Seite bislang nichts bekannt. Die Zeitung «Hürriyet Daily News» berichtete unter Berufung auf die Ermittlungen, der Angreifer habe mehr als 180 Kugeln aus sechs Magazinen abgefeuert. Augenzeugen hätten angegeben, er habe auf dem Boden liegenden Menschen gezielt in den Kopf geschossen. Er habe sich dann umgezogen und seine Waffe gereinigt. Der Mann habe danach inmitten der Panik den Club verlassen und sei mit einem Taxi vom Tatort weggefahren.

Nach dem türkischen Einmarsch in Syrien im August hatte der IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi Anfang November

zu Anschlägen in der Türkei aufgerufen. Türkische Truppen liefern sich in der nordsyrischen Region um die Stadt Al-Bab seit einiger Zeit heftige und verlustreiche Gefechte mit IS-Kämpfern. Der IS beherrscht Al-Bab.

Der türkische Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus sagte am Montag in Ankara, der Anschlag sei auch als Reaktion auf den Einsatz der türkischen Armee in Syrien zu verstehen. Dieser werde jedoch weitergehen. Man werde alle Terrororganisationen «in die Knie zwingen». Eine Verlängerung des nach dem Putschversuch vom 15. Juli verhängten Ausnahmezustands schloss er nicht aus.

Das Büro des Ministerpräsidenten teilte mit, Nachrichten in den sozialen Medien, die polarisierten, würden dem Terror in die Hände spielen. Die Nation müsse in diesen Tagen zusammenstehen.

Die Zeitung «Hürriyet» berichtete am Montag unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, es gebe Hinweise darauf, dass der Angriff auf den Club von derselben IS-Zelle ausgeführt worden sei wie der Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen.

Bei dem Angriff auf den größten Flughafen des Landes hatten im Juni mehrere Selbstmordattentäter 45 Menschen mit in den Tod gerissen. Die türkische Regierung machte den IS dafür verantwortlich, der sich nicht dazu bekannte. Die drei Angreifer am Flughafen waren nach Angaben der Regierung aus Usbekistan, Kirgistan und Russland. Die Zeitung «Hürriyet» berichtete, auch bei dem Angreifer aus der Silvesternacht werde untersucht, ob er aus einem der beiden zentralasiatischen Länder Usbekistan oder Kirgistan stamme.

Dem IS wurden seit Sommer 2015 mehrere Anschläge in der Türkei zur Last gelegt. Die Terrormiliz hat vor dem Angriff in der Silvesternacht aber nur ein einziges Mal die Verantwortung für einen Anschlag in der Türkei übernommen. Dabei handelte es sich um einen Autobombenanschlag in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir im November, bei dem elf Menschen getötet wurden. Allerdings hatte auch die TAK - eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK - diese Tat für sich reklamiert.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte nach dem Anschlag in der Silversternacht an, weiter entschlossen gegen den Terrorismus zu kämpfen. Die Türkei werde alles tun, um «die Sicherheit und den Frieden ihrer Bürger zu gewährleisten». International wurde die Bluttat scharf verurteilt. Bereits 2016 hatte die Türkei eine ganze Reihe verheerender Anschläge erlebt.

Schwere Anschläge in der Türkei

Blutbad in Istanbuler Club

Krieg zwischen der Türkei und der Terrormiliz IS

Im Club Reina direkt am Ufer des Bosporus feiert die Istanbuler Oberschicht. Die Preise sind hoch, doch das Lokal liegt sehr schön kurz hinter der ersten Brücke, die den asiatischen mit dem europäischen Teil der Stadt verbindet.

Reina besteht seit neun Jahren und ist einer der größten und berühmtesten Clubs der Millionenmetropole. Im Club legen meist Techno-DJ's auf. Dazu gehört auch ein Restaurant direkt am Wasser.

Serienstars oder Fußballspieler der Erstligisten lassen sich öfter mal im Reina blicken. Auch Touristen gehen gerne dorthin. Mehr als 700 Menschen sollen in der Silvesternacht im Reina gewesen sein.

helmut
02.01.2017
IS reklamiert Terrorangriff in Istanbul für sich

Solche Banden werden beim Syrien Konflikt von den Saudis und den USA mit ihren Satelliten noch mit Waffen unterstützt. Wird höchste Zeit dass Obama in Rente geht. Dieser "Hoffnungsträger" hat sich als einer der schwächsten amerikanischen Präsidenten herausgestellt welche die USA je hatten. Das waren nicht wenige. Dagegen ist Putin ein Ehrenmann. Da es mit Clinton so weiter gegangen wäre hatten die Wähler mit Trump das kleiner Übel gewählt. Schlechter kann es mit dem nicht werden. Ein Kennedy ...... mehr...

Dr. Dolittle
02.01.2017
IS reklamiert Terrorangriff in Istanbul für sich

Nur hat die Türkei halt jahrelang den IS selbst unterstützt oder zumindest gewähren lassen. ... mehr...

helmut
02.01.2017
IS reklamiert Terrorangriff in Istanbul für sich

Sagt der Spiegel. Wer da mittlerweile mit wem und gegen wen kämpft ist kaum noch auseinanderzuhalten. Jeder kocht da seine eigene Suppe. In Syrien scheint sich alles zum Wohlgefallen aufzulösen seit die bösen Russen ihre Hände im Spiel haben. Von den USA, Merkel und Steinmeier usw. ist schlagartig nichts mehr zu vernehmen. Eines ist sicher. Die Zivilbevölkerung in der Türkei, in Syrien und sonst wo haben von den Kriegsspielereien und Demokratisierungen gestrichen die Schnauze voll. Die ...... mehr...

job
02.01.2017
IS reklamiert Terrorangriff in Istanbul für sich

[QUOTE=helmut;264454]... Wer da mittlerweile mit wem und gegen wen kämpft ist kaum noch auseinanderzuhalten. J...[/QUOTE] Das glaube ich Helmut gerne, dass er das nicht kann. mehr...