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Ein 23-Jähriger wurde nach dem Anschlag in Manchester festgenommen.  © dpa
Am Boden zerstört: Eben noch hatten sie Spaß bei einem Ariana-Grande-Konzert in Manchester, dann kam das Grauen über sie: Eine Explosion forderte zahlreiche Todesopfer. © dpa
Bei einer Explosion auf einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande sind im britischen Manchester am Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere verletzt worden. © dpa
Einer verletzten Person wird in der Nähe der Manchester Arena geholfen. Bei einem Konzert in der britischen Stadt Manchester hat es nach Polizeiangaben mehrere Tote und Verletzte gegeben. Offenbar gab es Explosionen. © dpa
23.05.2017

IS reklamiert Terroranschlag in Manchester für sich

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Manchester ist ein 23 Jahre alter Mann festgenommen worden. Das teilte die Polizei der nordenglischen Stadt am Dienstag mit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nun den Anschlag für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak im Internet.

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Manchester ist ein 23 Jahre alter Mann festgenommen worden. Das teilte die Polizei der nordenglischen Stadt am Dienstag mit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nun den Anschlag für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak im Internet.

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Manchester ist ein 23 Jahre alter Mann festgenommen worden. Das teilte die Polizei der nordenglischen Stadt am Dienstag mit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nun den Anschlag für sich reklamiert. Ein "Soldat" des IS habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak im Internet.

Nach einem Konzert von US-Popstar Ariana Grande hatte am Montagabend ein Mann einen Sprengsatz gezündet und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Am Tatort war er nach Polizeiangaben alleine, die Polizei suchte aber nach Helfern. Welche Verbindung der 23-Jährige zu dem Attentäter hatte, war zunächst unklar.

Ein Attentäter hat bei einem Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen, darunter auch Kinder. Der Mann habe eine selbstgebaute Bombe gezündet. Der Anschlag war ein Terrorangriff. Das sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May am Dienstag in London.

Sie gehe bei dem Angriff von einem Einzeltäter aus. «Am wichtigsten ist es, jetzt herauszufinden, ob er alleine handelte oder als Teil eines Netzwerks», sagte Ermittler Ian Hopkins.

Bildergalerie: Tote nach Explosion bei Konzert von Ariana Grande in Manchester

Am Boden zerstört: Eben noch hatten sie Spaß bei einem Ariana-Grande-Konzert in Manchester, dann kam das Grauen über sie: Eine Explosion forderte zahlreiche Todesopfer.

Die britische Innenministerin Amber Rudd sprach von einem «barbarischen Angriff». Die Regierung wollte am Dienstagvormittag zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Der Wahlkampf vor den Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen.

Die Explosion hatte sich am späten Montagabend in der Manchester Arena ereignet, einer Konzerthalle, die bis zu 21 000 Besuchern Platz bietet. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Lied Grandes gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MESZ). Die BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Explosion sei im Foyer der Halle gewesen. Der Veranstalter erklärte, es sei in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle passiert.

Krankenwagen rasten zur Manchester Arena. Hubschrauber kreisten über dem Areal. Notfalldienste und Feuerwehr baten die Bevölkerung über den Kurznachrichtendienst Twitter, sie wegen des Einsatzes nur bei lebensbedrohlichen Angelegenheiten zu kontaktieren. Rund um die Halle zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.

Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt. Die Polizei forderte die Menschen via Twitter auf, sich aus der Gegend um die Halle fernzuhalten. Sie rief die Bürger zu Wachsamkeit auf.

In der Konzerthalle spielten sich nach der Explosion laut Augenzeugen dramatische Szenen ab. «Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen», berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Konzert besucht hatte. «Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen», sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News.

Augenzeugen berichteten von Menschen, die blutüberströmt auf dem Boden lagen. Dort hätten auch Metallteile und Splitter gelegen. Auf Bildern waren Konzertbesucher mit Beinverletzungen zu sehen. Menschen flohen in Panik und mit Tränen in den Augen aus der Halle.

Grande war angesichts der Ereignisse «am Boden zerstört». «Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte», schrieb die 23-Jährige auf Twitter. Kollegen wie Justin Timberlake und Christina Aguilera zeigten sich entsetzt. In Manchester boten Anwohner den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester.

Sollte es sich um einen Terroranschlag handeln, wäre es für Großbritannien der schwerste seit 2005. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldete, dass sich bislang niemand zu dem Terroranschlag bekannte. Allerdings wurde der Vorfall in sozialen Netzwerken von Anhängern der Terrorgruppe Islamischer Staat gefeiert.

Im März hatte ein Attentäter ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons gesteuert und anschließend einen Polizisten erstochen. Von den Opfern auf der Brücke erlagen vier ihren Verletzungen.

Die Explosion bei dem Ariana-Grande-Konzert löste weltweit Betroffenheit aus. «Entsetzliche Nachrichten aus #Manchester!», schrieb Außenminister Sigmar Gabriel am Dienstagmorgen auf Twitter. «Unsere Gedanken sind jetzt bei unseren britischen Freundinnen und Freunden. United we stand.»